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Bürgermeisterin fleht Fans an: WM-Hype entflammt alte schottisch-amerikanische Liebe

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Bürgermeisterin fleht Fans an

WM-Hype entflammt alte schottisch-amerikanische Liebe

Ja, es ist Liebe. Der ungebrochene Schottland-Hype in der WM-Stadt Boston hat Folgen. Politikerinnen vertiefen die Beziehungen, WM-Fans dichten eine Fußball-Hymne um. Die Bürgermeisterin will, dass die Fans nie wieder gehen.

Die neue Liebesbeziehung zwischen Boston und Schottland soll nicht mit der Fußball-WM enden. Die Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts, die in den vergangenen Tagen von zehntausenden schottischen Fans in Beschlag genommen wurde, und Glasgow wollen ab dem kommenden Jahr offiziell eine Städtepartnerschaft eingehen.

Im April soll die Partnerschaft beim traditionellen Tartan Day in den USA besiegelt werden. Der Tartan Day würdigt die historischen Beiträge und das kulturelle Erbe der schottisch-stämmigen Amerikaner. Die Fans der „Bravehearts“ nennen sich selbst Tartan Army.

Schotten-Fans sorgen für Gänsehaut-Atmosphäre bei Hymne

Fans feiern Bürgermeisterin mit umgedichteter Hymne

„Bereits heute werden wir eine Absichtserklärung für eine Städtepartnerschaft unterzeichnen und damit den offiziellen Prozess zwischen unseren beiden Städten anstoßen“, sagte Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu. Als die Politikerin das Papier unterschrieb, sangen anwesende schottische Fans in Anlehnung an ihre inoffizielle Fußball-Hymne: „No Wu, no Party“. 

Schottlands Nationalmannschaftskapitän Andrew Robertson hatte zuvor die Begeisterung der Gastgeber für die schottischen Fans hervorgehoben: „Boston hat sich in sie verliebt. Jeder, der die Tartan Army trifft, verliebt sich in sie“, sagte er. Die überwiegend trinkfesten Schotten hatten in den vergangenen Tagen für akute Bier-Not in der Ostküstenstadt gesorgt. Von den Pubs und Bars gab es trotzdem ein Extralob. „Die Fans waren einfach unglaublich. Sie sind großartig – sie haben Spaß, trinken, feiern – und genießen die Zeit in vollen Zügen“, sagte ein Mitarbeiter.

Weil Schottland zwei Vorrundenspiele in Boston austrägt, sollen inzwischen rund 50.000 Fans aus der Heimat über den Atlantik geflogen sein. Seit Tagen prägen sie das Stadtbild. „Wir wünschten, wir könnten euch für immer hier behalten. Diese Partnerschaft versichert euch, dass ihr Boston immer als euer Zuhause betrachten könnt. Wir wollen, dass ihr wiederkommt. Wieder und wieder und wieder“, sagte Wu.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa

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