„Das darf nicht sein“
Weltmeister-Trainer schimpft über „unerträgliche“ Argentinier
24.07.2026 | 16:52 Uhr
Nach ihrer Niederlage im WM-Finale rasten mehrere argentinische Spieler aus, es hagelt Kritik. Nun findet auch der Trainer des Fußball-Weltmeisters klare Worte.
Spaniens Weltmeistertrainer Luis de la Fuente hat das Verhalten mehrerer argentinischer Spieler und von Teilen des Trainerstaffs nach dem WM-Finale als „inakzeptabel“ bezeichnet. „In dem Moment habe ich es gar nicht mitbekommen. Ich habe gefeiert und meine Mitspieler umarmt“, sagte de la Fuente im spanischen Fernsehen: „Aber auf jeden Fall ist das unerträglich, inakzeptabel, das darf nicht sein.“
Nach dem 1:0-Sieg der Spanier nach Verlängerung im MetLife Stadium in New Jersey war es zu hässlichen Szenen mit Handgemenge gekommen. Diese könnten für die argentinische Nationalmannschaft noch ein Nachspiel haben: Laut Medienberichten hat der Weltverband FIFA eine disziplinarische Untersuchung wegen des Verhaltens einiger argentinischer Profis eingeleitet.
„Spieler dieses Kalibers, die ich in den Tagen vor dem Spiel gelobt habe und weiterhin lobe, die großartig sind und einen hervorragenden Trainer haben – sie müssen sich angesichts dieser Reaktionen sicherlich genauso schlecht gefühlt haben wie wir“, sagte de la Fuente weiter. Zugleich lobte der 65-Jährige das Verhalten seiner eigenen Schützlinge angesichts dieser „Aggressionen“ und „Provokationen“, die seiner Meinung nach zu schwerwiegenderen Vorfällen hätten führen können.
Nach dem Abpfiff war es zu einem Gewaltausbruch der enttäuschten Argentinier gekommen, als zunächst Nahuel Molina Spaniens jubelten Kapitän Rodri einen Schlag gegen die Brust verpasste. Im Nachgang der Szene drehte Kollege Leandro Paredes durch und ging dem Spanier Eric Garcia an die Kehle, ehe er im Verbund mit Mitspieler Thiago Almada Spaniens Jungstar Gavi zu Boden rang. Argentiniens Ersatztorwart Geronimo Rulli verpasste derweil Garcia einen Bodycheck, Co-Trainer Roberto Ayala soll Dani Olmo geschlagen haben.
Deutschlands Rekord-Weltmeister Lothar Matthäus war ebenfalls entsetzt vom Verhalten der Argentinier nach der verdienten Niederlage: „Da muss ich sagen, auch Kapitän Messi ist da nicht vorbildlich vorangegangen und das hat mir ein bisschen leidgetan, weil die Spanier hätten es wirklich verdient, den Respekt von einer Mannschaft zu bekommen, die gestern weit von der Qualität der Spanier entfernt war“, sagte der Weltmeister von 1990 in seinem Format „Lothar legt los“ am Tag nach dem Finalspiel. „Also ich als großer Fan von Argentinien war gestern nicht nur sportlich enttäuscht, sondern vor allem über ihr Verhalten.“
Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid
