Klares Wasser aus Klärschlamm und klare Regeln für den Klimaschutz: Für ihr Engagement zu diesen Themen erhalten ein Membranfilter-Ingenieur und eine Juristin den Deutschen Umweltpreis.
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeichnet Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul und Umweltjuristin Roda Verheyen mit dem Deutschen Umweltpreis aus.
Vossenkaul erhält den Preis für innovative Entwicklungen in der Abwasserreinigung in Kläranlagen. Die von ihm entwickelten Hohlfasermembranfilter filtrieren aus Klärschlamm klares Wasser.
Die Membranen haben so feine Poren, dass sie problematische Stoffe wie Mikroplastik, Krankheitserreger und multiresistente Keime sowie mittels Aktivkohle auch Arznei- und Kosmetikrückstände aus dem Abwasser herausfiltern. Vossenkaul sei „Wegbereiter einer Technologie, die bereits heute die Standards von morgen erfüllt – für eine neue Ära der Abwasserreinigung in Kläranlagen“, betonte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.
Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul steht an einer Maschine.
Abstrakte Vorgaben auf konkrete Fälle anwenden
Verheyen verschafft Menschen Gehör, die von Klimafolgen betroffen sind. Die Rechtsanwältin ist Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts und setzt sich für klare rechtliche Vorgaben zum Schutz von Klima und Umwelt ein.
„Roda Verheyen wendet abstrakte Vorgaben aus dem nationalen und internationalen Recht auf konkrete Fälle an und macht sie so wirksam“, lobte Bonde. Als Kommunikatorin vermittle Verheyen komplexe Sachverhalte einer breiten Öffentlichkeit und sei ein Vorbild für eine neue Generation von Juristinnen und Juristen.
Roda Verheyen setzt sich als Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts für rechtliche Vorgaben zum Umwelt- und Klimaschutz ein.
Verleihung durch Bundespräsident Steinmeier
Verheyen und Vossenkaul teilen sich den mit insgesamt 500.000 Euro dotierten Preis, der am 25. Oktober in Aachen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht werden soll. Der Deutsche Umweltpreis wird jährlich von der DBU vergeben.
