„Die Zeit ist da“Merz fordert Russland zu Friedensverhandlungen auf
Auf der Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine in Polen suchen die Teilnehmer nach Lösungen. Die Europäer wollen sich an Friedensgesprächen beteiligen. Bundeskanzler Merz wendet sich mit der deutlichen Botschaft in Richtung Moskau, endlich an den Verhandlungstisch zu kommen.
Bei einer Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine in Polen hat Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Einstieg in Friedensverhandlungen aufgerufen. „Russland wird diesen Krieg nicht gewinnen“, sagte der CDU-Politiker in Danzig (Gdansk). Europa und das transatlantische Bündnis seien bereit, noch mehr Druck auf die angeschlagene russische Wirtschaft auszuüben. „Die Zeit ist da, um Verhandlungen aufzunehmen, die Frontlinie einzufrieren und das Töten zu beenden“, sagte Merz in Richtung Moskau.
Die von Russland seit mehr als vier Jahren mit Krieg überzogene Ukraine zu unterstützen, sei für Deutschland eine „unerschütterliche Verpflichtung“, sagte Merz. Bisherige Verhandlungen über ein Konfliktende, geführt mit den USA als Vermittler, haben kein Ergebnis gebracht. Die großen europäischen Staaten suchen nach einem Format, sich an Gesprächen zu beteiligen. Allerdings beharrt Moskau auf Maximalforderungen, die auf eine Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen. Es will auch nicht mit den Europäern reden.
Gastgeber der Wiederaufbau-Konferenz (Ukraine Recovery Conference) sind der polnische Ministerpräsident Donald Tusk und seine ukrainische Kollegin Julia Swyrydenko. An den Beratungen sind auch die EU, die Siebenergruppe großer demokratischer Industrieländer (G7), Institutionen wie die Weltbank und viele Firmenvertreter beteiligt.
