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Dunkle Seite der WM-Geschichte: „Die FIFA macht es Trump zu leicht“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 7, 2026Keine Kommentare13 Minuten Lesezeit
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Dunkle Seite der WM-Geschichte„Die FIFA macht es Trump zu leicht“

07.06.2026, 06:49 Uhr Interview: Till Erdenberger
Donald-Trump-ueberlasst-Gianni-Infantino-die-Entscheidung-ueber-eine-WM-Teilnahme-des-Iran
Donald Trump und Gianni Infantino sind einander herzlich zugetan. (Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa)

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika startet in wenigen Tagen begleitet von unüberhörbarem politischen Gepolter. US-Präsident Donald Trump wird das Turnier nutzen, wie es vor ihm schon Diktatoren tat. In der Geschichte der Weltmeisterschaften ist das kein neues Phänomen. Der Wissenschaftler Carlos Gomes hat gemeinsam mit seinem Co-Autor in ihrem Buch „Griff nach Gold“ die dunkle Kontinuität in der Geschichte der längst strahlendsten Großveranstaltung des Weltsports nachgezeichnet. Von der faschistischen Inszenierung rund um die Mussolini-WM 1934 über die grausamen Begleitumstände des vom grausamen Diktator Jorge Videla missbrauchten Turniers 1978 bis hin zur bevorstehenden Weltmeisterschaft: Hinter den Milliarden begeisternden, Milliarden bewegenden Turnieren tut sich ein Abgrund auf – und das ist eben kein Phänomen der Neuzeit. Ein Gespräch über Verantwortung, ein Dilemma, aber auch über Hoffnung.

ntv.de: Herr Gomes, Sie haben gemeinsam mit Ihrem Co-Autor Glenn Jäger eine kritische Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften seit der ersten Ausgabe 1930 geschrieben. Und herausgearbeitet, dass das Turnier schon immer politisch aufgeladen war. Woher kam die Motivation, sich das anzutun?

Carlos Gomes: Die WM 2022 in Katar war ein Auslöser. Mit der starken Kritik, die es vor allem hier in Deutschland gab, war ich zum größten Teil einverstanden. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass man mit doppelten Standards gemessen hat, um vor allem die aktuelle Situation der FIFA zu kritisieren – und dafür oft die Vergangenheit verherrlicht hat. Als wäre die FIFA vor Sepp Blatter und seinem Vorgänger Joao Havelange tatsächlich noch ein Verband gewesen, in dem es um Fußballromantik ging, und als wäre jetzt erst alles kaputt gemacht worden.

Aber das stimmt nicht: Schließlich gab es schon die WM 1934 in Mussolinis Italien oder den Boykott afrikanischer Länder 1966. Ich wusste, dass Afrika und Asien lange diskriminiert wurden, dass die Teams aus Kolonien, wie beispielsweise die Auswahl Algeriens, von der FIFA konsequent bekämpft wurden. Ich habe das Bedürfnis gespürt, mit dieser exzessiven und unberechtigten Romantisierung der Vergangenheit der Fußball-WM mal ein bisschen aufzuräumen.

Ab wann wurden Fußball-Weltmeisterschaften zu politischen Veranstaltungen?

Wenn man sieht, dass die zweite WM in Mussolinis Italien stattgefunden hat, würde ich sagen, schon dort. Und das war auch sehr gewollt, so wie Deutschland 1936 mit den Olympischen Spielen nationalistische Propaganda betrieben hat, hat es auch Mussolini in Italien mit der WM 1934 gemacht. Mussolini war kein Fußballfan, er hat sich gar nicht für Fußball interessiert. Er hat sich jedoch sehr dafür engagiert, dass Italien diese WM bekommt, weil er wusste, dass man durch solche Großereignisse die Massen begeistern und dann eben auch manipulieren kann. Vor den Spielen, nach den Spielen, nach Italiens Triumph gab es große faschistische Propaganda-Shows in den Stadien. Die italienische und die deutsche Mannschaft haben etwa vor jedem Spiel den faschistischen Gruß gezeigt.

Auch die Siegerehrung stand deutlich im Zeichen faschistischer Symbolik. Die deutsche Delegation führte etwa eine große Hakenkreuzfahne mit sich. Natürlich war die Fußball-WM früher nicht so bedeutend wie heute, deshalb ist die Rolle eine andere. Aber dass sie propagandistisch genutzt wurde, das ist schon in der Vergangenheit passiert. Auch als Brasilien die Weltmeisterschaft 1970 gewann, hat die dortige Militärdiktatur den Sieg für ihre eigene Propaganda genutzt.

US-Präsident Donald Trump nutzt die WM auf eine Weise als politisches Kampfmittel, die man so offen bislang nicht erlebt hat: So drohte er demokratisch regierten Städten mit dem Entzug von WM-Spielen, bei Spielen von Nationen wie Haiti könnte es zu massiven Einsätzen der Einwanderungsbehörden kommen. Steht Trump mit seinem Umgang mit der Weltmeisterschaft in einer Tradition mit Faschisten und Diktatoren?

Es gibt große Unterschiede, auch von der Art und Weise, wie man heutzutage mit so einem Sportereignis Propaganda betreibt. Aber natürlich gibt es auch Ähnlichkeiten. Vor allem im Vorfeld des Turniers, wo Trump die FIFA dazu gebracht hat, ihm einen Friedenspreis zu verleihen. Das ist natürlich grotesk. Und wir haben auch während der Klub-WM gesehen, wie Trump bei der Pokalübergabe dabei war und die Bühne nicht verlassen hat, während die Spieler feierten. Er nutzt die Situation für die eigene Selbstdarstellung und er wird natürlich auch dieses Turnier wieder dafür nutzen. So wie es bereits Mussolini 1934 oder Jorge Videla 1978 machten.

Vor der WM-Vergabe, die in seine erste Amtszeit fiel, drohte Trump via Twitter, Abweichler für ein Votum gegen die USA abzustrafen. Im Schatten dieser plumpen Erpressung passierte aber noch etwas, das den Druck auf die FIFA und ihre abstimmenden Mitglieder erhöht haben könnte.

Die USA wollten eigentlich schon die WM 2022 austragen, die FIFA entschied sich allerdings für Katar als Ausrichter. Kurz nach dieser Entscheidung wurden in der Schweiz hochrangige FIFA-Funktionäre wegen Verdachts der Korruption festgenommen – vom FBI. Als später bekannt wurde, dass die USA die WM 2026 mitausrichten sollen, sind interessanterweise die meisten der Prozesse im Sand verlaufen.

Es gab schon das eine oder andere Urteil, vor allem gegen kleinere Funktionäre, aber die ganz großen Prozesse wurden sehr schnell eingestellt. Es lässt sich natürlich vermuten, dass es da eine Art Deal gegeben haben könnte zwischen den USA und der FIFA, auch wenn es dafür noch keine handfesten Beweise gibt. Aber wenn man sich so die Chronologie anschaut, ist das schon sehr anrüchig, was da passiert ist.

Die FIFA gibt sich alle Mühe, den erratischen Präsidenten milde zu stimmen. Seine Amtsführung zeigt, dass das aus Sicht der FIFA verständlich ist, um sich ein Minimum an Planungssicherheit zu erhalten.

Die FIFA macht es ihm ein bisschen zu leicht. Sie gibt ihm so viel Macht und vermittelt zu wenig. Zum Beispiel bezüglich der Situation mit dem Iran. Es ist kurz vor dem Turnierstart weiterhin unklar, dass die Einreise und die Sicherheit der gesamten Delegation gewährleistet sind.

Die Spieler sind in einer schwierigen Situation. Ein Kritikpunkt nach dem WM-Desaster 2022 war, dass der DFB die politischen Debatten auf das Team abwälzte, anstatt sie selbst abzuräumen.

Für einen einzelnen Nationalverband ist es schwierig, etwas zu bewirken. Aber tatsächlich finde ich es schade, dass die Verbände sich nicht vereinen. Wenn die Kontinentalverbände einfach ganz klar sagen würden, dass sie für Fans aller Länder gerechte Einreisebestimmungen verlangen, hätte das Kraft. Es wird ja noch darüber diskutiert, ob die Fans einiger Länder bis zu fast 15.000 Euro Kaution bezahlen müssen, um überhaupt in die USA einreisen zu dürfen. Bei solchen Nachrichten sollten sich Verbände doch schnell zur Botschaft entschließen können: „Unter diesen Umständen werden wir diese WM nicht spielen“. Und natürlich bliebe den USA, wenn ein großer Druck käme, auch nichts anderes übrig, als diese Regulierung wenigstens für den Zeitraum der WM zu ändern oder anzupassen.

Immerhin gibt es Nachrichten, dass diese Regelung, die beispielsweise für den Senegal und Tunesien gilt, für Menschen mit WM-Ticket gelockert wird. Aber die Verbände müssten – wie auch in vielen anderen Aspekten rund um das Turnier – eine klarere Haltung demonstrieren.

Die Mannschaft des Iran muss seine Spiele in den USA austragen, einem Land, das ihre Heimat bombardiert.

Ich kann es nicht nachvollziehen, dass die FIFA keine Anstrengungen unternommen hat, die Spiele des Iran nach Mexiko oder Kanada zu verlegen. Auch das ist eine Thematik, bei der sich Verbände im Verbund hätten positionieren sollen. Es gibt immer Ausnahmen. Lise Klaveness, die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, äußert sich oft klar und kritisch gegenüber dieser WM und der Politik in den USA. Das sind Stimmen, die für kritische Fußballfans wichtig sind, die wahrgenommen werden. Um etwas zu erreichen, müsste man sich aber in Blöcken organisieren und positionieren. Eben als UEFA oder im Falle der Diskriminierung von afrikanischen Fans dann auch der afrikanische Kontinentalverband CAF.

Kann denn während der WM irgendetwas Positives passieren?

Wenn man betrachtet, wie Trump und sein Lager ständig die Latino-Community angreifen, wäre es eine tolle Antwort, wenn einige der lateinamerikanischen Mannschaften einfach sehr gut spielen, sehr weit kommen und durch ihre Spielfreude, vielleicht auch durch tolle Choreografien im Stadion die Antwort auf diesen ganzen Hass geben würden. Das wäre eine schöne poetische Antwort auf rassistische Diskriminierung. Es kann natürlich auch immer wieder einzelne Spieler geben, die sich öffentlich positionieren und dadurch eben ein Contra zu dieser rechtsextremen Propaganda bieten. Also ja, ich denke vor allem auf dem Platz könnte es zu einer Antwort kommen.

Die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien, als vor und während der WM Oppositionelle verschwanden und gefoltert wurden, ist eines der dunkelsten Kapitel der Fußball-Geschichte. Paul Breitner sagte seine Teilnahme aus Protest gegen das Turnier, das der brutale Präsident Videla zur großen Propagandashow machte, ab. Darüber hinaus gab es aus der deutschen Delegation aber viel Wohlwollen: Das Turnier finde in einem Land statt „in dem Ordnung herrscht“, lobte etwa Berti Vogts. Meint man es gut mit Berti Vogts, unterstellt man ihm gnädig Ignoranz. Damit kommt man als Spieler heute nicht mehr durch.

Ja, damit durchzukommen, wäre heute wohl nicht mehr möglich. Aber man hat natürlich immer diesen Alibi-Satz, dass Sport und Politik voneinander zu trennen sind. Es gibt zu viele Sportler und Sportfunktionäre, die sich hinter diesem Mantra verstecken. Obwohl die globalen Sportereignisse natürlich eine sehr große politische Strahlkraft haben.

Hat Joshua Kimmich aber recht, wenn er sagt, dass es „die Aufgabe von Politik oder der Verbände ist, sich zu solchen Themen zu positionieren“ und dass es „die falsche Erwartungshaltung ist, dass wir Spieler diese Probleme lösen oder etwas daran ändern können“?

Ich stimme Kimmich nur teilweise zu. Natürlich sind in erster Linie die Verbände gefragt, sich im Fußball politisch zu äußern und auf die FIFA einzuwirken – sie verfügen schließlich über die formalen Einflussmöglichkeiten. Gleichzeitig haben Spieler heute durch ihre enorme mediale Aufmerksamkeit eine Reichweite, die man auch als Macht verstehen kann. Deshalb finde ich, dass sie sich zumindest zu Themen äußern sollten, die unmittelbar mit ihrem Sport zu tun haben.

Gibt es aber auch Weltmeisterschaften, die positiv herausragen?

Bei der ersten WM in Uruguay steckte schon viel Fußballromantik drin. Alle FIFA-Mitglieder waren eingeladen, alle durften teilnehmen, wenn sie wollten und die Möglichkeiten hatten. Wenn man sich ansieht, was in den 1930ern alles noch passieren sollte, war die WM in Uruguay 1930 eigentlich ein starkes Signal: Uruguay war ein sehr progressives Land, vor allem in Bereichen wie Arbeiterrechte, Frauenrechte, und der Bekämpfung des Rassismus. Uruguay war von Anfang an ein Land, in dem auch schwarze Spieler für die Nationalmannschaft spielen durften, was in anderen, auch südamerikanischen Ländern, wie Chile und Brasilien, jahrzehntelang nicht möglich war.

In Chile hat die WM 1962 gesellschaftliche Prozesse beschleunigt.

Chile hatte damals noch viele infrastrukturelle Probleme und sich durch die WM zum Teil weiterentwickelt. Zum Beispiel wurde für die WM überhaupt erstmals ein Fernsehübertragungs-System im Land errichtet. In dieser Hinsicht ist Chile 1962 sicher das beste Beispiel dafür, dass der Fußball das Potenzial hat, Dinge zu bewegen. Auch die WM 2010 in Südafrika, die wir im Buch sehr kritisch und problematisch darstellen, war auf einer Ebene positiv. Dass Südafrika dieses Turnier ausgetragen hat, war für viele Menschen in Afrika einfach symbolisch wichtig. Die erste Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent, nach 80 Jahren WM-Geschichte. Solche Faktoren sind nicht zu unterschätzen.

Mit Fußball-Weltmeisterschaften werden Milliarden umgesetzt. Bei der Bevölkerung der Gastgeberländer kommt davon aber wenig an.

Für die soziale Entwicklung der gesamten Bevölkerung in den Gastgeberländern liefern Weltmeisterschaften schon lange keinen großen Beitrag mehr. Ein Problem ist, dass kleine Geschäfte und Firmen in den Ländern infolge der strengen Regelungen gar nicht die Möglichkeit haben, WM-Produkte herzustellen und zu vermarkten. Oder ihre Waren in der Nähe der Stadien zu verkaufen. In Brasilien ist es beispielsweise typisch, dass Dutzende Verkäufer vor den Stadien Essen, Getränke oder Souvenirs anbieten. Das war 2014 während der WM verboten, weil es eine Zone gibt, in der nur die offiziellen Sponsoren Produkte verkaufen dürfen.

Man müsste das flexibler gestalten, damit auch die Geschäfte und Personen vor Ort ein bisschen mehr von den Turnieren profitieren. Die FIFA verfügt über enorme finanzielle Ressourcen und befindet sich wirtschaftlich in einer äußerst stabilen Lage. Umso mehr wäre sie in der Position, sozialen Fortschritt aktiv zu fördern. Das müsste nicht einmal im Widerspruch zu ihren eigenen Interessen stehen – im Gegenteil: Ein glaubwürdiges Engagement könnte auch ihrer Außendarstellung zugutekommen und Teil einer positiven Kommunikationsstrategie sein. Aber da fehlt es wohl an der Motivation.

Es gab in Deutschland, auch als Reaktion auf die Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro, ganz zarte Diskussionen um einen deutschen WM-Boykott. Wie stehen Sie dem gegenüber?

Ich bin persönlich nicht der größte Fan von Boykotten. Für mich ist das Wichtige, so viele Informationen wie möglich zu vermitteln, damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann. Was ich auch wichtig finde, ist, dass die Personen, die vor vier Jahren zum Boykott der WM in Katar aufgerufen haben, jetzt hoffentlich konsequent agieren.

Aber ich vernehme, dass es in vielen Fällen nicht so ist und dass man die Verstöße gegen das internationale Recht seitens der USA irgendwie anders einordnet und als nicht so gravierend ansieht, wie die Verstöße gegen die Menschenrechte in Katar. Und das sehe ich natürlich sehr kritisch.

Weltmeisterschaften haben ja tatsächlich auch schon Begegnungen und Bilder möglich gemacht, die auf politischer Ebene undenkbar schienen.

Die USA und der Iran haben 1998 den FIFA Fair-Play-Preis erhalten, weil sie vor dem WM-Spiel gegeneinander Geschenke ausgetauscht und nach dem Spiel ein gemeinsames Foto gemacht haben – und weil die Stimmung rund um das Spiel wirklich so friedlich war. Der Sport bietet tatsächlich eine Plattform, wo sich Menschen, Völker und oft auch Politiker und Diplomaten treffen können.

Deshalb sollte ein Boykott wirklich nur in extremen Fällen in Erwägung gezogen werden. Man sollte stattdessen den Fußball konstruktiv nutzen. Aber dafür bräuchte man auch ein politisches Engagement seitens der FIFA, seitens der Kontinentalverbände, damit auch wirklich eine konstruktive Arbeit möglich ist. Und damit es nicht einfach zu einem weiteren Event des Sportswashings wird, in dem autoritäre Regime ihr Image aufpolieren und ihre Ideologie in einer freundlichen Verpackung verbreiten können.

Kritische Fußballfans, die die WM verfolgen, befinden sich in einem Dilemma: Einerseits ist die Weltmeisterschaft ein sportliches Leuchtturmevent, sie verspricht emotionale Ausnahmezustände. Gleichzeitig ist man als Konsument Teil des Zirkus, für den andere Menschen bezahlen werden müssen. Lässt sich das Dilemma irgendwie auflösen?

Es ist tatsächlich ein Widerspruch, mit dem die Fußballfans heutzutage leben müssen. Nicht nur, wenn es um die WM geht. Alle großen Fußballturniere werden immer kommerzieller und dienen zu oft dem sogenannten Sportswashing. Ich respektiere Fußballfans, die solche Events boykottieren und die lieber Amateurspiele verfolgen oder ähnliches. Aber ich kann natürlich auch verstehen, dass man als Fußballfan auf so ein Event eben nicht verzichten möchte. Für mich als Fußballfan käme es ehrlich gesagt jedoch nicht infrage, zu diesem Turnier zu reisen. Man kann zudem überlegen, mit dem Konsumverhalten rund um das Turnier zu protestieren, indem man keine Produkte von den FIFA-Sponsoren kauft und damit versucht, diesem Kommerzialisierungswahn entgegenzuwirken.

Als Einzelner hat man aber wenig Macht. Man müsste sich vernetzen und Initiativen in einem größeren Umfang starten. Anders wird es der FIFA wohl egal sein, ob man das als Fußballfan jetzt gut oder schlecht findet.

Mit Carlos Gomes sprach Till Erdenberger

Quelle: ntv.de

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Dr. Heinrich Krämer
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