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„Eindeutig Klimawandel“: Hitzewelle steuert auf ihren Höhepunkt zu

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Eindeutig Klimawandel“Hitzewelle steuert auf ihren Höhepunkt zu

Frische Abkühlung: Die Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff. (Foto: picture alliance / M.i.S.)

Die aktuelle Wärmeperiode erreicht ihren Höhepunkt – und könnte Rekorde brechen. Experten warnen vor erheblichen Gesundheitsrisiken durch die Hitze. Für Autofahrer gibt es auf der A2 bereits ernste Konsequenzen.

Zum Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle wird in Teilen Deutschlands die 40-Grad-Marke geknackt werden. Heute sind vom Oberrhein bis ins Rhein-Main-Gebiet Höchstwerte von 41 Grad möglich, am Wochenende können diese Werte auch andernorts erreicht werden, wie die die Meteorologen von ntv prognostizieren. Deutschlands Allzeit-Temperaturrekord von 41,2 Grad aus dem Juli 2019 könnte gebrochen werden, so die Wetterexperten. Auch die bisher höchste gemessene Temperatur an einem Juni-Tag (39,6 Grad im Juni 2019) wackelt. Laut den Vorhersagen scheint am heutigen Vormittag meist ungestört die Sonne. Erst am Nachmittag bilden sich gebietsweise Quellwolken, am ehesten zwischen Eifel und Schwarzwald. Dort kann es auch zu einzelnen Schauern und Hitzegewittern kommen.

Wegen Hitzeschäden musste bereits am Donnerstag die Autobahn 2 auf zwei Abschnitten gesperrt werden: in Brandenburg zwischen Ziesar und Wollin in Fahrtrichtung Berlin sowie in Sachsen-Anhalt bei Burg in Richtung Hannover. Nach Angaben der Autobahn GmbH dauern beide Sperrungen voraussichtlich bis zum Sonntagnachmittag. In beiden Fällen soll die beschädigte Betondecke bis dann durch Asphalt ersetzt werden. Autofahrern wird geraten, auf ungewöhnliche Fahrbahnschäden achten und diese der Polizei melden. 

Die hohen Temperaturen sind für den Körper eine extreme Belastung. Besonders hitzegefährdet sind Menschen, deren Kreislauf ohnehin nicht sehr stabil ist – etwa chronisch Kranke, Übergewichtige und Ältere. Babys und Kleinkinder können zudem noch nicht ausreichend schwitzen und sollten daher besonders geschützt werden. Experten empfehlen, über den Tag verteilt etwa zweieinhalb bis drei Liter zu trinken. Ideal sind Mineralwasser, abgekühlte Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Sie enthalten in der Regel genügend Mineralien, um die ausgeschwitzten Salze wieder zu ersetzen. Zuckerreiche Limonaden verursachen hingegen noch mehr Durst.

Beim Essen gilt es, keine schwere und fette Kost zu sich zu nehmen, sondern besser mehrere kleine und leichte Mahlzeiten mit viel Obst und Gemüse. Auch salzhaltige Kost ist ratsam. Ein feuchtes Tuch im Nacken oder um Arme und Beine kann den Körper kühlen. Auch kühlende Bäder für Arme oder Füße lindern die Hitze. Ein einfacher Handfächer verschafft ebenfalls Abhilfe, es muss nicht immer ein Ventilator sein. Wer die Beine zudem immer mal wieder für einige Minuten hochlegt, entlastet die Gefäße und beugt Schwellungen vor.

Die Intensität der derzeitigen Hitzewelle in Europa hängt nach Einschätzung einer Wissenschaftlergruppe mit dem Klimawandel zusammen. „Der Klimawandel ist eindeutig dafür verantwortlich“, heißt es in einer veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die natürliche Wärmephase durch das Wetterphänomen El Niño spiele hingegen „keine Rolle bei der Steigerung der Hitze“. Die derzeitigen extrem hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht wären den Forschern zufolge zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren „praktisch unmöglich“ gewesen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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