Es war das stärkste Erdbeben in der Region Neapel seit 40 Jahren. Westlich der Großstadt wurden Häuser und Autos beschädigt. Mindestens acht Menschen wurden verletzt. In der Gegend befindet sich der Supervulkan Phlegräische Felder.
Das Gebiet rund um die süditalienische Großstadt Neapel ist von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Mit einer Stärke von 4,7 war es das heftigste Beben in dem Vulkangebiet der Phlegräischen Felder seit etwa 40 Jahren. Nach ersten Angaben des italienischen Katastrophenschutzes wurden mindestens acht Menschen leicht verletzt.
In der Küstenstadt Pozzuoli wurden Häuser und Kirchen beschädigt, Felsbrocken stürzten auf Straßen. Der Zugverkehr im Raum Neapel – der drittgrößten Stadt Italiens – wurde für Sicherheitsüberprüfungen vorübergehend eingestellt. Die Erschütterung war vor allem rund um die Phlegräischen Felder deutlich zu spüren, aber auch in Neapel sowie auf den Inseln Ischia und Procida.
Größere Schäden gab es in Pozzuoli, westlich von Neapel.
Menschen verbringen Nacht im Freien
Aus Angst vor Nachbeben verbringen viele Anwohner die Nacht im Freien. Der Bürgermeister rief die Menschen auf, Ruhe zu bewahren.
Die Phlegräischen Felder werden auch als Supervulkan bezeichnet. Weil sich unterirdisch Magma und Gase stauen, hebt und senkt sich der Erdboden dort seit Jahren – immer wieder begleitet von teils schweren Erdbeben.
Mit Informationen von Anna Giordano, ARD Rom
