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„Es war wie eine Kriegszone“: Unerträgliche Hitze treibt „gekochte“ Tour-Fahrer ans Limit

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Es war wie eine Kriegszone“

Unerträgliche Hitze treibt „gekochte“ Tour-Fahrer ans Limit

07.07.2026 | 06:11 Uhr

Die Tour de France wird am dritten Tag zu einer unerträglichen Hitzeschlacht. Die Fahrer um Topstar Tadej Pogacar klagen über die extremen Bedingungen und eine „Kriegszone“.

Tadej Pogacar sprach von einem „logistischen Albtraum“, Tom Pidcock wurde auf den glühenden Straßen „gekocht“. Die hohen Temperaturen machen den Radprofis bei der Tour de France mächtig zu schaffen. Auf der dritten Etappe in die französischen Pyrenäen herrschten fast 40 Grad, die Mannschaften kämpfen um jede Flasche Wasser.

„Es war wie eine Kriegszone, jeder hat versucht, an Flaschen zu kommen“, sagte der Brite Pidcock. „Wenn es so heiß ist, ist es wirklich ein logistischer Albtraum“, erklärte Weltmeister Pogacar, der mit seinem Team in der Hitzeschlacht für ein hohes Tempo gesorgt hatte und als Tagessieger ins Gelbe Trikot gestürmt war: „In unserer Mannschaft haben wir viel dafür getan, den Fahrern viel Wasser und Eis zu bringen.“

Feuer und Hitze

Ansonsten ist Abkühlung nicht in Sicht. Auch an den nächsten Tagen werden Temperaturen von über 35 Grad erwartet, die Waldbrandgefahr steigt. Wegen der Feuer, die sich im Süden Frankreichs schnell ausbreiten, wurden die Fans angehalten, die Strecke in den Pyrenäen zu meiden. Das galt auch für Pogacars Eltern.

„Meine Mutter schrieb mir, dass wir uns aufgrund der geltenden Vorschriften nicht sehen können“, sagte der Slowene. Es sei „schade, dass meine Eltern die Tour nicht vorbeifahren sehen konnten. Aber alles, was die Sicherheit verbessert, muss umgesetzt werden.“ Während Feuerwehrleute knapp 70 Kilometer entfernt des Zielorts der dritten Etappe gegen die Flammen ankämpften, litten die Fahrer im Peloton.

„Ungefähr 10.000 Trinkflaschen verbraucht“

„Ich glaube, in Summe hat das Peloton ungefähr 10.000 Trinkflaschen verbraucht“, sagte Pidcock bei Eurosport: „Ich hatte im Finale einfach nichts mehr übrig, ich war gekocht.“ Es sei den ganzen Tag „verdammt heiß“ gewesen. „Ich weiß nicht, ob ich schon mal so ein hartes Rennen in solcher Hitze bestritten habe“, klagte der Mountainbike-Olympiasieger.

„Das wird die nächsten paar Tage sicherlich noch spannend. Da werden noch einige leiden“, sagte der deutsche Meister Felix Engelhardt. Der Italiener Matteo Trentin wünscht sich Veränderungen. „Wir sollten uns wirklich an einen Tisch setzen und herausfinden, wie wir in Zukunft vorgehen wollen, denn gesund ist das ganz sicher nicht“, erklärte Trentin im Interview mit dem Radsport-Portal WielerFlits.

Einen Lösungsgedanken hatte Trentin bereits parat. „Vielleicht ist es keine kluge Idee, um 12.00 Uhr mittags in der prallen Sonne zu beginnen“, sagte er, allerdings in dem Wissen, dass es während der laufenden Tour „sehr schwierig“ sei, „Pläne zu ändern, die bereits seit Monaten vorbereitet wurden“.

So beginnt die Hitzeschlacht auf der vierten Etappe von Neuem.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid

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