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Startseite»Nachrichten»„Ewiger“ Prüfverzicht: Trumps frühere Steuererklärungen werden unantastbar
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„Ewiger“ Prüfverzicht: Trumps frühere Steuererklärungen werden unantastbar

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Ewiger“ PrüfverzichtTrumps frühere Steuererklärungen werden unantastbar

Trump und zwei seiner Söhne bei der Eröffnung eines Golfplatzes: Auch sie sollen vom Vergleich profitieren. (Foto: picture alliance / empics)

Nach seiner Klage gegen die US-Steuerbehörde IRS erringt US-Präsident Trump einen Vergleich. Dieser macht ihn quasi unantastbar, was seine steuerliche Vergangenheit angeht. Und nicht nur ihn.

Die US-Steuerbehörde darf auf Betreiben der Regierung keine früheren Steuererklärungen von Präsident Donald Trump mehr prüfen. Das geht aus dem zweiten Teil eines juristischen Vergleichs mit dem US-Justizministerium hervor, der jetzt publik wurde. Trump hatte die Steuerbehörde IRS auf mindestens zehn Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt, nachdem sich ein Mitarbeiter während Trumps erster Amtszeit von 2017 bis 2021 unrechtmäßig Steuerdaten der Trump Organization verschafft und diese an mehrere Medien weitergegeben haben soll.

Der im Vergleich „auf ewig“ zugesicherte Prüfverzicht der Behörde umfasst alle Kläger, zu denen neben Trump auch die Familienfirma Trump Organization sowie die Söhne des Präsidenten, Eric Trump und Donald Trump Jr., gehören. Sie sind vor sämtlichen Forderungen in Bezug auf Steuererklärungen geschützt, die bis dato eingereicht wurden – ebenso wie alle mit ihnen verwandten oder anderweitig verbundenen Personen, Unternehmen und Stiftungen. Unterzeichnet ist der weitreichende Vergleich vom amtierenden Justizminister Todd Blanche – ihn hatte Trump erst vor wenigen Wochen an die Spitze des Ministeriums gesetzt.

Riesensumme fließt in Fonds

Den ersten Teil des Vergleichs, für den im Gegenzug die Klage fallengelassen wurde, hatte das Ministerium bereits am Montag veröffentlicht. Demnach sollen rund 1,8 Milliarden US-Dollar (etwa 1,5 Mrd. Euro) in einen neuen Fonds fließen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen.

Mehreren US-Medien zufolge könnte der Fonds etwa Trump-Anhängern zugutekommen, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen waren und dafür angeklagt wurden. Der Republikaner sprach in diesem Zusammenhang immer wieder von politisch motivierter Strafverfolgung.

Trumps Steuern sind in den USA ein Dauerthema: Anders als frühere Präsidenten hatte er sich heftig gegen eine Veröffentlichung seiner Steuerklärung gewehrt – und war bis vor den Obersten Gerichtshof gezogen. Nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen veröffentlichte ein Ausschuss des Repräsentantenhauses 2022 mehrere tausend Seiten an Steuerdokumenten. Die Unterlagen zeigten unter anderem, dass Trump in mehreren Jahren kaum oder gar keine Einkommensteuer auf Bundesebene zahlte, obwohl er sich stets mit seinem Reichtum brüstete.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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