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Explosionen nahe Hafenstadt: „Rein defensiv“: US-Militär greift erneut Ziele im Iran an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Explosionen nahe Hafenstadt„Rein defensiv“: US-Militär greift erneut Ziele im Iran an

Aus Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet (Symbolbild). (Foto: picture alliance / Kyodo)

US-Präsident Trump zeigt sich verstimmt über die Verhandlungen mit Teheran. Jetzt greift das US-Militär Berichten zufolge Ziele erneut im Süden des Irans an. Derweil antwortet das Regime mit Drohnen.

Das US-Militär hat nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, erklärte ein US-Beamter. Die angegriffene Stellung in der Stadt Bandar Abbas sei gerade dabei gewesen, eine fünfte Drohne abzufeuern. „Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten“, hieß es weiter. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Dem „Wall Street Journal“ zufolge feuerte der Iran zunächst vier Drohnen auf amerikanische und zivile Schiffe ab. Der Bericht berief sich auf Angaben von zwei US-Beamten. Nach Angaben eines der Beamten schossen US-Kampfjets die Drohnen ab, ehe ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 die Stellung angriff. Die Drohnen wurden demnach aus der Nähe der Stadt Bandar Abbas abgefeuert. Laut CBS News sagte ein US-Beamter, die seit Anfang April bestehende Waffenruhe im Iran-Krieg gelte weiterhin. Doch erst vor wenigen Tagen hatte es im Bereich der Straße von Hormus bereits gegenseitige Angriffe der Kriegsparteien gegeben.

Kurz vor den US-Medienberichten waren aus dem Süden des Irans bereits Explosionen gemeldet worden. Östlich der Stadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus seien drei Explosionen zu hören gewesen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform Telegram. Die Luftverteidigung sei aktiviert worden. Bandar Abbas ist die Hauptstadt der Provinz Hormusgan und gilt als eines der wichtigsten militärischen Zentren des Irans im Golfraum und an der Straße von Hormus.

Aus der Sicht von US-Präsident Donald Trump ist der Verhandlungsstand zu einem möglichen Ende des Iran-Kriegs noch nicht zufriedenstellend. In einer Sitzung seines Kabinetts im Weißen Haus sagte der Republikaner, der Iran sei sehr entschlossen: „Sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen.“ Die US-Regierung sei damit aber noch nicht „zufrieden“. Trump erneuerte die Drohung, dass man entweder einen Deal abschließen oder weiter kämpfen werde – er sprach davon, dann „die Sache zu Ende“ zu bringen.

Damit ist weiterhin unklar, ob es zu einem Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA kommen wird. Trump hatte am Wochenende Hoffnungen auf eine schnelle Einigung geweckt, diese aber später wieder etwas gedämpft, indem er sagte, beide Seiten müssten sich die nötige Zeit nehmen. Die USA hatten an der Seite von Israel am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begonnen. Eine Kernforderung der USA ist es, dass das Land niemals in den Besitz einer Atomwaffe kommen dürfe.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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