Fliegende Fäuste in einer Kampfarena – direkt vor dem Weißen Haus. US-Präsident Trump hat zu seinen 80. Geburtstag in einer eigens dafür aufgebauten Arena ein Kampfsportspektakel verfolgt – Tausende Gäste waren dabei.
US-Präsident Donald Trump hat seinen 80. Geburtstag mit der Verkündung einer ersten Einigung für ein Ende des Iran-Kriegs und einer Kampfsportveranstaltung gefeiert. Nur wenige Stunden nachdem Trump auf Truth Social eine Vereinbarung mit Iran bestätigte, begannen die Wettkämpfe der Profiliga Ultimate Fighting Championship (USC) auf dem Rasen des Weißen Hauses, bei denen Kämpfer in einem achteckigen Käfig aufeinander eindroschen.
UFC-Boss Dana White ist ein Freund Trumps und unterstützte ihn auch im Wahlkampf. Zu Beginn des Events traten sie gemeinsam auf den Balkon des Weißen Hauses. „Happy Birthday“-Rufe ertönten aus der Menge. Die Nationalhymne wurde angestimmt. Jets flogen über die gewaltige Kuppelkonstruktion namens „The Claw“(die Kralle), die über der Kampfarena errichtet worden war und das Weiße Haus überragte.
Tausende Zuschauer vor dem Amtssitz
Trump war einer von mehr als 4.000 Zuschauern, die sich direkt vor seinem Amtssitz die martialischen Käfigkämpfe ansahen. Vor Ort waren auch viele Kabinettsmitglieder, Trumps Familie und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Auch FBI-Direktor Kash Patel und der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson waren unter den Zuschauern. Tausende weitere verfolgten die Veranstaltung auf Großbildschirmen auf der nahegelegenen National Mall.
Der US-Präsident gilt als Fan der Mixed Martial Arts – einem oft blutigen Kampfsport, der Techniken unter anderem aus dem Boxen, Ringen, Kickboxen, Karate und Jiu Jitsu vereint.
Trump beglückwünschte die Sieger persönlich mit Händedruck. Als Hauptkämpfer war der in Deutschland geborene georgische Leichtgewichts-Champion Ilia Topuria angekündigt, der gegen seinen Rivalen Justin Gaethje in den Käfig trat. Für das Spektakel waren insgesamt 14 Mixed-Martial-Arts-Kämpfer gebucht.
Der US-Präsident gilt als Fan der Mixed Martial Arts.
Klage gegen Käfigkämpfe vor dem Weißen Haus ohne Erfolg
Kritiker hatten Trump vorgeworfen, das Weiße Haus zu entwürdigen und das Land mit der umstrittenen Veranstaltung weiter zu spalten. Die Anti-Korruptions-Organisation Public Integrity Project hatte versucht, den Käfigkampf kurzfristig mit einer Klage zu stoppen, diese wurde jedoch abgewiesen.
Käfigkämpfe sind wegen ihrer Brutalität umstritten. Blutende Platzwunden, Gehirnerschütterungen und Brüche sind bei der brachialen Sportart keine Seltenheit.
Nach Angaben Trumps übernahm die UFC die Kosten der Veranstaltung. Gerichtsdokumenten zufolge wurden jedoch erhebliche staatliche Ressourcen eingesetzt. Zudem kündigte die UFC eine Sonderprämie von 250.000 Dollar für die Sieger des Abends an, die gemeinsam mit der Kryptowährungsfirma World Liberty Financial finanziert werden sollte. Das Unternehmen gehört teilweise der Familie Trump.
Die US-Protestbewegung „No Kings“ wirft dem Präsidenten schon seit seinem erneuten Amtsantritt vor rund anderthalb Jahren autoritäres Gebaren vor. Sie hatte zu Trumps Geburtstag zu neuen Protesten aufgerufen
Unmittelbar nach seinem Geburtstag reist der US-Präsident ins französische Evian. Dort trifft er heute beim G7-Gipfel die anderen Staats- und Regierungschefs, unter ihnen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Auch hier dürfte sich alles um Trump und sein Iran-Abkommen drehen.
