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Startseite»Nachrichten»„Fortlaufender Prozess“: USA kündigen weiteren Nato-Truppenabzug an
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„Fortlaufender Prozess“: USA kündigen weiteren Nato-Truppenabzug an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Fortlaufender Prozess“USA kündigen weiteren Nato-Truppenabzug an

Die Boeing E-6B Mercury der US Navy landet am Flughafen Stuttgart. Sie dient als fliegende Kommandozentrale für den nuklearen Ernstfall. (Foto: picture alliance / onw-images)

5000 Soldaten in Deutschland abgezogen, zudem auch keine Mittelstreckenraketen: Die USA bauen ihre Nato-Präsenz in Europa ab. Und mit den bisherigen Schritten ist es nicht getan, verrät ein ranghoher US-General.

Die USA werden der Nato zufolge in den kommenden Jahren weitere Truppen aus Europa abziehen. Den Alliierten werde dabei jedoch ausreichend Zeit eingeräumt, die wegfallenden US-Streitkräfte durch eigene Einheiten zu ersetzen, sagte der oberste Nato-Kommandeur, US-General Alexus Grynkewich, nach einem Treffen mit führenden Militärs in Brüssel.

„Da der europäische Pfeiler des Bündnisses stärker wird, ermöglicht dies den USA, ihre Präsenz in Europa zu reduzieren und sich darauf zu beschränken, nur jene entscheidenden Fähigkeiten bereitzustellen, die die Verbündeten bislang noch nicht selbst bereitstellen können.“ Einen Zeitplan könne er nicht nennen, sagte Grynkewich. Es werde sich um einen „fortlaufenden Prozess über mehrere Jahre hinweg“ handeln.

Die USA haben etwa 80.000 Soldaten in Europa stationiert. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte jüngst angekündigt, etwa 5000 Soldaten oder auch deutlich mehr aus Deutschland abzuziehen. Vorausgegangen war Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der US-Strategie im Iran-Krieg.

Grynkewich kündigte auch an, dass die USA vorerst keine weitreichenden Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren werden. Die zuvor geplante Verlegung eines sogenannten „Long Range Fires Battalion“ werde nicht beginnen, sagte der US-General.

Eine Abmachung aus dem Jahr 2024 hatte eigentlich vorgesehen, dass die USA von 2026 an in Deutschland wieder Mittelstreckenwaffen mit konventionellen Sprengköpfen stationieren, die weit bis nach Russland reichen. Darunter sollten Marschflugkörper vom Typ Tomahawk mit einer Reichweite von bis zu 2500 Kilometern sein, Raketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen.

Quelle: ntv.de, ses/AFP/dpa

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