Mit Baden-Württemberg und Bayern starten an diesem Wochenende auch die letzten beiden Bundesländer in die Sommerferien. Der ADAC rechnet mit vollen Straßen. Ein Überblick über mögliche Stau-Hotspots.
Der ADAC erwartet an diesem Wochenende besonders viel Stau auf den Straßen. Besonders im Süden sei die Staugefahr hoch, denn an diesem Wochenende beginnen auch in Baden-Württemberg und Bayern die Sommerferien. Damit befinden sich alle 16 Bundesländer in der schulfreien Zeit.
Es „dürfte eines der staureichsten Wochenenden der Saison werden“, teilte der ADAC mit. Schon im Sommer 2025 war das erste August-Wochenende das staureichste des Jahres. Autofahrer und -fahrerinnen standen demnach insgesamt 4.201 Mal im Stau.
Die meisten Staus erwartet der ADAC am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer flexibel sei, solle ruhigere Alternativrouten planen oder auf einen anderen Reisetag ausweichen, empfiehlt der ADAC.
Diese Straßen sind besonders stark betroffen
Die Automobilclubs rechnen damit, dass besonders die Autobahnen in Richtung Alpen, Mittelmeer und zu den Küsten von Nord- und Ostsee extrem überlastet sein werden. Demnach sind die Nord-Süd-Verbindungen (A1, A5, A7, A9, A61, A81), die Ost-West-Achsen (A2, A3, A4, A6, A8) und auch die Umfahrungen von Hamburg (A1, A7), Berlin (A10, A100) und München (A99) besonders stark betroffen.
Aufgrund des Wacken-Open-Airs wird nach Angaben des ADAC auch die A23 Hamburg-Heide an diesem Wochenende besonders beansprucht. Kurzum: Der ADAC warnt vor vollen Straßen in allen Teilen Deutschlands. Folgende Grafik zeigt einige Stau-Schwerpunkte, die der ADAC hervorhebt.
Stau-Hotspots am Wochenende
Baustellen verschärfen die Lage
Laut ADAC verschärfen rund 1.000 Baustellen und Sperrungen die Lage zusätzlich. Immerhin: Im Norden werden in der Hauptreisezeit keine neuen Baustellen eingerichtet, versicherte ein Sprecher der Autobahn GmbH Nord. Beim ADAC gibt es eine Übersicht über die großen Autobahn-Baustellen.
Autobahn-Vollsperrungen an diesem Wochenende
Folgende Autobahnen in Deutschland sind laut ADAC an diesem Wochenende vollgesperrt:
- A2 Dortmund Richtung Hannover zwischen Dreieck Hannover-West und Hannover/Langenhagen von Freitag, 31. Juli, 19 Uhr, bis Montag, 3. August, 5 Uhr
- A14 Leipzig – Nossen in beiden Richtungen zwischen Grimma und Mutzschen von Freitag, 31. Juli, 20 Uhr, bis Montag, 3. August, 5 Uhr
- A44 Kassel Richtung Dortmund zwischen Dreieck Kassel-Süd und Kreuz Kassel-West von Freitag, 31. Juli, 22 Uhr, bis Sonntag, 2. August, 5 Uhr
- A61 Venlo Richtung Mönchengladbach zwischen Mackenstein und Kreuz Mönchengladbach von Samstag, 1. August, 18 Uhr, bis Sonntag, 2. August, 9 Uhr
- A61 Mönchengladbach Richtung Venlo zwischen Kreuz Mönchengladbach und Viersen von Samstag,1. August, 18 Uhr, bis Sonntag, 2. August, 9 Uhr
Langfristige Vollsperrungen:
- A27 Bremerhaven – Bremen in beiden Richtungen, zwischen Bremen-Horn/Lehe und Bremen-Vahr, bis 28. Oktober 2027, Mittwoch bis Donnerstag zwischen 22 und 5 Uhr
- A44 Essen Richtung Düsseldorf zwischen Velbert-Nord und Hetterscheidt, Tunnel Birth von Dienstag, 21. Juli, 8 Uhr, bis Montag, 12. Oktober, 20 Uhr
In den Niederlanden ist eine wichtige Strecke Richtung Nordsee gesperrt:
- A9 (Amsterdam – Alkmaar) Wijkertunnel, zwischen Beverwijk und Heemskerk bis Samstag, 8. August
Umleitungen sind ausgeschildert.
Volle Straßen auch an Grenzübergängen
Des Weiteren müsse an Grenzübergängen mit Wartezeiten gerechnet werden. Am vergangenen Samstag hatte sich bei Ellund an der dänischen Grenze der Verkehr auf 19 Kilometer gestaut. Die A11 zwischen Berlin und Stettin sei ebenfalls anfällig, genauso wie die Strecke von München nach Salzburg oder Rosenheim nach Kufstein.
Wer über den Fernpass von Deutschland aus in den Süden nach Österreich oder Italien möchte, sollte diese Route am Samstag vermeiden oder weiträumig umfahren, da dort am Samstag demonstriert wird. Die Sperre gilt auch für die benachbarte Hahntennjochstraße. Auch auf der Brennerautobahn müsse demnach mit Verzögerungen gerechnet werden.
Der Schweizer Automobilverband TCS warnt zudem vor dreieinhalb Stunden Wartezeit am Gotthardtunnel Richtung Süden und empfiehlt über Alpenpässe wie Gotthard, Grimsel, Nufenen und Simplon zu fahren oder die San-Bernardino-Route zu wählen.
Trend zeigt: Staus auf der Heimreise sind länger
Weil in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland das Ferienende naht und sich auch in vielen Regionen Skandinaviens die Ferien dem Ende entgegen neigen, geht nach Angaben des ADAC der Trend dahin, dass die Staus auf der Heimroute länger seien als bei der Anreise. Generell gilt natürlich bei Stau oder stockendem Verkehr: Rettungsgasse bilden.
Um möglichst wenig Stress zu haben, gelte es ausreichend zu Essen und zu Trinken mitzunehmen und mit Kindern auch mal ein Auto-Spiel zu spielen, sagt der ADAC. Außerdem sei es wichtig, regelmäßig Pausen zu machen. Dabei sollten aber nie Menschen oder Haustiere im Auto gelassen werden, bei Hitze könne das schnell lebensgefährlich sein, so der Automobilverband.
