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„Geht um Koalition und Kanzler“: Senioren-Union sieht Rente als Schicksalsfrage für Schwarz-Rot

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Geht um Koalition und Kanzler“Senioren-Union sieht Rente als Schicksalsfrage für Schwarz-Rot

„Die Rentenreform muss fair sein“, fordert die Senioren-Union. (Foto: picture alliance/dpa)

Mit dem 70-jährigen Kanzler an ihrer Seite fühlt sich die Senioren-Union gut in der Regierung vertreten. „Merz ist unser Mann“, sagt der Vorsitzende Hüppe. Und macht zugleich deutlich, dass schmerzhafte Kürzungen auch bei den Beamtenpensionen zwingend sind, damit die Reform gelingt.

Die Rentenreform stellt nach Ansicht des Vorsitzenden der Senioren-Union, Hubert Hüppe, die Koalition vor eine Zerreißprobe. Der „Rheinischen Post“ sagte der CDU-Politiker: „Die Rentenreform wird mit über das Schicksal dieser Koalition entscheiden, da bin ich ziemlich sicher.“ Wenn dabei „egoistische Klientelpolitik“ betrieben werde, drohten „nicht nur eine Krise des Sozialsystems, sondern auch eine Krise der Demokratie“, warnte Hüppe.

Zugleich machte er deutlich: „Auch wir Senioren erwarten jetzt Reformen.“ Diese müssten aber gerecht ausfallen. „Das geht nur, wenn alle bei den Sozialreformen einbezogen werden, auch die Pensionen von Beamten und andere Versorgungssysteme.“ Dabei müssten stärkere Schultern etwas mehr tragen. „Dann werden auch wir als Senioren-Union akzeptieren, was die Koalition plant. Unter Umständen zähneknirschend.“

Bundeskanzler Friedrich Merz sehe er als verlässlichen Partner für die Älteren im Land. Auf die Frage, ob er sich vom 70-Jährigen Oldie Merz gut vertreten fühle, sagte Hüppe dem Blatt: „Der Kanzler gehört zu unserer Altersgruppe. Und was heißt schon Oldie? Aber klar: Er ist unser Mann.“ Senioren seien das Rückgrat der Demokratie, „wenn man sieht, wer noch die demokratische Mitte wählt“, sagte Hüppe weiter. Mit Blick auf die anstehende Rentenreform betonte Hüppe, es gehe „um die Koalition, nicht um den Kanzler allein“.

„Nicht länger arbeiten, sondern früher“

Konkret forderte der Vorsitzende der Senioren-Union einen früheren Einstieg ins Arbeitsleben. „Es wird nicht durch weniger, sondern nur durch mehr Arbeit gehen. Das ist richtig. Das heißt für mich aber nicht unbedingt am Ende des Erwerbslebens, sondern am Anfang.“

Schul- und Studienzeiten müssten kürzer und schlanker werden, damit junge Menschen früher arbeiteten und eher zu Einzahlern in die Sozialsysteme würden. „Es muss nicht wie in meiner Jugend mit 14 Jahren sein, aber es sollte auch nicht erst mit 30 losgehen.“

Auch KI spiele inzwischen in Handwerksberufen eine große Rolle. „Deswegen wird es immer wichtiger, die Weiterbildung während der Erwerbstätigkeit zu stärken.“ Außerdem müsse es gelingen, Migranten vom ersten Tag an möglichst in sozialversicherungspflichtige Arbeit zu bringen. „Das hilft nicht nur unserem Sozialstaat, sondern auch der Integration“, sagte Hüppe der Zeitung.

Quelle: ntv.de, mau

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