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Startseite»Politik»Grenzkontrollen sollen bis mindestens März 2027 verlängert werden
Politik

Grenzkontrollen sollen bis mindestens März 2027 verlängert werden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 18.08.2026 • 20:50 Uhr

Bundesinnenminister Dobrindt will die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen erneut verlängern. Sollte die EU-Kommission nicht widersprechen, gilt die Regelung bis Mitte März kommenden Jahres.

Die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen sollen um ein weiteres halbes Jahr bis Mitte März verlängert werden. Das meldete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) offiziell bei der EU-Kommission an, wie eine Ministeriumssprecherin bestätigte. Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet.

„Die Entwicklungen an den europäischen Außengrenzen zeigen: Das Zurückdrängen der illegalen Migration braucht weiterhin Kontrollen“, sagte Dobrindt der Zeitung. Der CSU-Politiker hatte den Schritt bereits Ende Juli angekündigt, als zeitweise Zehntausende Migranten die Grenze von Marokko in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika überquerten. Fast alle gingen später wieder zurück.

Verlängerung der Kontrollen trotz Kritik

Obwohl die Grenzen innerhalb der EU eigentlich offen sein sollen, wird seit dem 16. September 2024 wieder an allen deutschen Außengrenzen kontrolliert. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte dies angeordnet, um die Zahl der unerlaubten Einreisen einzudämmen.

Trotz wachsender Kritik wurde die Regelung bereits dreimal verlängert – zuletzt bis 15. September 2026. Wenn die EU-Kommission nicht widerspricht, gilt die nächste Verlängerung um sechs Monate bis Mitte März 2027.

Laut Schengen-Abkommen darf ein EU-Mitgliedsland eigentlich nur im Fall „außergewöhnlicher Umstände“ wieder an den Grenzen kontrollieren – und zwar „vorübergehend“ und als „letztes Mittel“. Im Juli hatte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner erneut ein Ende der deutschen Grenzkontrollen gefordert.

Das Schengen-Abkommen

Der luxemburgische Grenzort Schengen ist zum Synonym für die Reisefreiheit von mehr als 400 Millionen Menschen in Europa geworden. 1985 unterzeichneten die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten in Schengen eine Vereinbarung über die Abschaffung der Grenzkontrollen zwischen ihren Ländern.

Mittlerweile gehören 25 EU-Mitglieder sowie Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein zum Schengen-Raum. Nicht – oder nicht vollständig dabei – sind die EU-Länder Irland und Zypern.

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