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Startseite»Nachrichten»Hände, Köpfe, Gehirne verkauft: Harvard zahlt Millionenentschädigung wegen Handels mit Leichenteilen
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Hände, Köpfe, Gehirne verkauft: Harvard zahlt Millionenentschädigung wegen Handels mit Leichenteilen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Hände, Köpfe, Gehirne verkauftHarvard zahlt Millionenentschädigung wegen Handels mit Leichenteilen

Die Fakultät will zwei Entschädigungsfonds im Umfang von insgesamt 53 Millionen Dollar einrichten (Foto: –/Xinhua/dpa)

Es ist eine gruselige Geschichte. Der frühere Chef der Leichenhalle in Harvard nimmt über Jahre hinweg Hände, Gesichter und weitere Körperteile mit nach Hause und verkauft sie dann. Er und seine Frau werden verurteilt, Jahre später zahlt nun auch die Universität eine ordentliche Entschädigung.

Nach einem illegalen Handel mit Leichenteilen am medizinischen Institut in Harvard zahlt die US-Eliteuni den betroffenen Familien laut Medienberichten insgesamt 53 Millionen Dollar (45,64 Millionen Euro) an Entschädigung. Ein Richter im US-Bundesstaat Massachusetts gab laut US-Medienberichten am Dienstag sein vorläufiges Einverständnis zu einer von der Universität vorgeschlagenen außergerichtlichen Verständigung. Eine endgültige Einigung wird demnach im Dezember erwartet.

Der frühere Chef der Leichenhalle in Harvard hatte Ermittlungen zufolge zwischen den Jahren 2018 und 2022 Organe und andere Teile von Leichen gestohlen, die dem Institut für die medizinische Forschung gespendet worden waren. Ohne das Wissen der Angehörigen und seines Arbeitgebers nahm er demnach Hände, Köpfe, Gesichter und Gehirne mit nach Hause und verkaufte sie gemeinsam mit seiner Frau an Interessenten.

Der 58-Jährige wurde im Mai 2023 festgenommen und im vergangenen Dezember zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Ehefrau wurde wegen Beihilfe zu einem Jahr Haft verurteilt. Sechs Menschen bekannten sich schuldig, Leichenteile gekauft zu haben, und wurden ebenfalls verurteilt.

Die Studierendenzeitung „Harvard Crimson“ sowie der Radiosender NPR zitierten nun aus einem Brief des medizinischen Instituts. Die Fakultät will demnach zwei Entschädigungsfonds im Umfang von insgesamt 53 Millionen Dollar einrichten. Die Taten des ehemaligen Leichenhallenchefs seien „verachtenswert, abscheulich und ein ungeheuerlicher Verrat an unseren Werten als medizinische Gemeinde“, heißt es darin.

Quelle: ntv.de, toh/AFP

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