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Startseite»Nachrichten»Heftige Explosionswellen: Russland überzieht Kiew mit Raketen – Tote und Verletzte
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Heftige Explosionswellen: Russland überzieht Kiew mit Raketen – Tote und Verletzte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Heftige ExplosionswellenRussland überzieht Kiew mit Raketen – Tote und Verletzte

Russland greift Kiew mit ballistischen Raketen an. Danach kommt es zu Detonationen. Mehrere Wohnhäuser brennen. (Foto: REUTERS)

Die ukrainische Hauptstadt ist in der Nacht erneut Ziel massiver russischer Luftangriffe geworden. Ballistische Raketen treffen Wohnhäuser – mit verheerenden Folgen. Es soll mindestens neun Todesopfer geben, Dutzende werden verletzt.

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes wurden mindestens 9 Menschen getötet, 28 weitere verletzt, unter Teenager und Kinder. Der Bürgermeister der Millionenstadt, Vitali Klitschko, berichtete auf der Plattform Telegram, in mehreren Bezirken seien Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt worden sowie Autos in Brand geraten. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko.

Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahnstationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar.

Laut des ukrainischen Katastrophenschutzes sind Rettungskräfte im Einsatz, sie konnten bereits mehr als hundert Anwohnerinnen und Anwohner aus den brennenden Häusern befreien. Wie AFP-Journalisten berichteten, waren mehr als zehn Explosionen hintereinander zu hören. Wegen der Wucht der Detonationen gingen demnach die Autoalarmanlagen auf den Straßen anspringen.

Zweiter großangelegter Angriff in drei Tagen

Bereits am Donnerstag standen Kiew und andere ukrainische Städte bei einem großangelegten Angriff im Visier Russlands. Landesweit kamen dabei ukrainischen Angaben zufolge mindestens zehn Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Auch die Stadt Lwiw (früher Lemberg) im Westen des Landes nahe der polnischen Grenze beklagte schwere Schäden.

Ein Flugobjekt war dabei auch in den Luftraum des Nato-Staats Polen eingedrungen und abgestürzt. Nach Angaben der polnischen Regierung handelte es sich um einen russischen Marschflugkörper.

Trump äußert sich zurückhaltend zu Patriot-Lizenzvergabe

Mit seinen massiven Luftangriffen versucht Moskau, die ohnehin stark beanspruchte ukrainische Luftabwehr weiter zu überlasten. Als wirksamstes Mittel gegen ballistische Raketen gelten Patriot-Abfangraketen, von denen Kiew eigenen Angaben zufolge derzeit nicht mehr genügend hat.

Am Freitag hatte sich US-Präsident Donald Trump zurückhaltend zu einer möglichen Vergabe einer Lizenz an die Ukraine zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen geäußert. Dies hatte er noch Anfang Juli am Rande des Nato-Gipfels in Ankara in Aussicht gestellt. Seit Februar 2022 wehrt sich die Ukraine mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

Russische Luftabwehr schießt vier Drohnen ab

Auch die Ukraine griff wieder Ziele in Russland an. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, vier Drohnen seien zerstört worden. Über mögliche Schäden wurde zunächst nichts bekannt.

Das ukrainische Militär nimmt regelmäßig auch Ziele in Russland ins Visier, um den Krieg weiter in das Land des Angreifers zu tragen. Das Ausmaß der durch ukrainische Angriffe verursachten Schäden und die Zahl der Opfer sind aber nicht mit den von Russland angerichteten Zerstörungen in der Ukraine zu vergleichen.

Quelle: ntv.de, rwe/dpa/AFP

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