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Startseite»Politik»Hilfsorganisationen: Angriffe auf Helfer erreichen Höchstwert
Politik

Hilfsorganisationen: Angriffe auf Helfer erreichen Höchstwert

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 19.08.2026 • 10:17 Uhr

Angriffe auf Helfer humanitärer Organisationen erreichten laut UN 2025 einen Höchststand. Rund 907 Helfer seien im vergangenen Jahr getötet, verletzt oder entführt worden. Besonders gefährlich war es im Gazastreifen.

Im vergangenen Jahr sind laut den Vereinten Nationen (UN) so viele Mitarbeiter von Hilfsorganisationen angegriffen worden wie noch nie zuvor. Rund 907 Helfer seien 2025 getötet, verletzt oder entführt worden, teilten die UN mit. Im Vorjahr lag diese Zahl bei 833. Die Zahl der Todesopfer sank dabei leicht auf 350 nach einem Höchstwert von 387 im Jahr 2024.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres nannte das Ausmaß der Gewalt entsetzlich. Er rief die Staaten dazu auf, das Kriegsrecht zu respektieren und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. „Anderen zu dienen, ist gefährlicher geworden denn je“, sagte Guterres im Vorfeld der geplanten Gedenkfeiern zum Welttag der humanitären Hilfe.

Gaza hat höchstes Risiko für Helfer

Der mit Abstand gefährlichste Einsatzort für humanitäre Helfer war im vergangenen Jahr der Gazastreifen mit 186 getöteten Mitarbeitern, gefolgt vom Sudan. Das geht aus der von Kanada und Australien finanzierten Datenbank „Aid Worker Security Database“ hervor. Das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA berichtete, dass seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der militant-islamistischen Hamas am 7. Oktober 2023 mindestens 393 eigene Mitarbeiter getötet worden seien.

Der frühere UNRWA-Chef Philippe Lazzarini hatte Anfang des Jahres eine hochrangige Untersuchungskommission zu den Todesfällen gefordert. Israel erklärte, man unternehme große Anstrengungen, um zivile Opfer zu vermeiden.

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