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„Hört auf mit dem Quatsch“: Nagelsmann schwer genervt, Spieler hadern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Hört auf mit dem Quatsch“

Nagelsmann schwer genervt, Spieler hadern

26.06.2026 | 02:12 Uhr

Die Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat zwar keine Auswirkungen auf den weiteren Turnierverlauf. Doch während der Bundestrainer den Einsatz seiner Mannschaft anerkennt, sind die Spieler deutlich unzufriedener.

Bei der Bewertung der Niederlage der DFB-Elf gegen Ecuador gehen die Meinungen innerhalb der deutschen Nationalmannschaft kräftig auseinander. Auf eine Frage nach der Einstellung des deutschen Teams reagierte Bundestrainer Julian Nagelsmann sichtlich angefressen. „Bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht Vollgas geben?“, so der Bundestrainer bei MagentaTV auf die Frage, ob der deutschen Mannschaft das letzte Engagement angesichts des bereits zuvor feststehenden Gruppensiegs gefehlt habe.

Ecuador habe es auch nicht mehr gewollt als die deutsche Mannschaft, so der 38-Jährige. „Die haben halt ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen.“

DFB-Kapitän Joshua Kimmich vermisste bei der Niederlage hingegen den notwendigen Einsatzwillen seiner Teamkollegen. Nach dem nicht gegebenen Elfmeter habe man nicht mehr so ganz auf Sieg gespielt, erklärte der Rechtsverteidiger. „Wir standen dann sehr tief, haben zu viele Duelle verloren, haben die Bälle nicht mehr so in die gegnerische Hälfte bekommen.“

„Ecuador war griffiger, ekliger“

„Man hat dann natürlich gemerkt, dass der Gegner das Spiel gewinnen musste, das Spiel gewinnen wollte und dass er am heutigen Tag definitiv mehr als wir“, so Kimmich. „Und das ist das, was mich so ein bisschen ärgert oder was mich am meisten ärgert, dass man das Gefühl hatte, dass der Gegner mehr gewinnen wollte als wir.“ Unabhängig von der Gruppenkonstellation dürfe das nicht passieren, sagte der 31-Jährige

Auch der in der zweiten Halbzeit für den glücklosen Kai Havertz eingewechselte Deniz Undav haderte mit der Teamleistung. „Ich hatte das Gefühl, dass sie es mehr wollten als wir. Ecuador war griffiger, ekliger“, so der mehrfache WM-Torschütze.

„Daraus müssen wir lernen, dass wir auch alles reinschmeißen. Die haben in jeder Aktion 100 Prozent gegeben, waren in jedem Zweikampf drin. Wir waren auch nicht so zielstrebig, wie in den ersten beiden Spielen. Da müssen wir uns mehr wehren. Aber es ist nicht die Welt untergegangen.“

Das DFB-Team stand bereits nach dem zweiten Spieltag durch Siege gegen Curacao und die Elfenbeinküste als Gruppensieger fest. Am Montag wird das Team auf einen noch zu bestimmenden Gruppendritten treffen. Während der Bundestrainer seiner Mannschaft den Einsatzwillen nicht absprach, räumte er jedoch ein, dass die Gruppenkonstellation Einfluss auf seine Entscheidungen im Spiel gehabt habe. „Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, vielleicht in Momenten, wo wir zwingend noch ein Tor brauchen. Aber ich kann jetzt keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ.“

Verwendete Quellen: ntv.de, lme

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