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Startseite»Nachrichten»Illegale Werbung?: Glücksspielbehörde prüft Verdacht gegen obskuren WM-Sponsor
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Illegale Werbung?: Glücksspielbehörde prüft Verdacht gegen obskuren WM-Sponsor

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 17, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Illegale Werbung?

Glücksspielbehörde prüft Verdacht gegen obskuren WM-Sponsor

Neben seriösen Unternehmen werben mitunter auch bisher völlig unbekannte Firmen bei der WM 2026. Darunter der erst frisch gegründete Wettanbieter Predictstreet. Doch deren Präsentation im deutschen TV könnte illegal sein.

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat offenbar ein Prüfverfahren gegen einen FIFA-Sponsor eingeleitet. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, geht es dabei um den Wettanbieter ADI Predictstreet. Demnach prüft die Behörde, ob es sich „um unerlaubtes öffentliches Glücksspiel“ handelt und ob bei den Übertragungen der Fußball-WM in Deutschland unzulässige Werbung zu sehen ist.   

Nach Angaben der GGL verfügt das Unternehmen in Deutschland über keine Glücksspiellizenz. Werben dürfen hierzulande nur Anbieter, die auf der sogenannten „Whitelist“ geführt werden. ADI Predictstreet ist bei den WM-Spielen mit Bandenwerbung präsent sowie auf den Sponsorenwänden bei offiziellen Interviews und Pressekonferenzen. 

ADI Predictstreet sieht derweil keinen Gesetzesverstoß. Das Unternehmen betreibe keine Marketing- oder Werbeaktivitäten, die auf Deutschland ausgerichtet seien, teilte ein Sprecher dem RND mit. Der Weltverband FIFA äußerte sich nach bislang trotz mehrfacher Nachfrage nicht. ZDF-Sprecher Thomas Hagedorn erklärte dem Redaktionsnetzwerk, dass die Bilder vom Host-Broadcaster zur Verfügung gestellt werden würden, der Sender sowie die ARD hätten „auf die Bandenwerbung in den WM-Stadien, die Teil der realen Umwelt ist, keinen Einfluss. Die Darstellungen stehen im Einklang mit dem Medienstaatsvertrag.“

Die FIFA hatte die mehrjährige Partnerschaft mit dem Unternehmen, das zum Firmennetzwerk der Herrscherfamilie von Abu Dhabi gehört und einen sogenannten Prognosemarkt anbietet, am 2. April bekannt gegeben. Das norwegische Investigativportal Josimar hatte mehrfach über das angeblich 150 Millionen US-Dollar schwere Sponsoring des Unternehmens berichtet, das demnach zu diesem Zeitpunkt noch über kein funktionierendes Produkt verfügte.

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Verwendete Quellen: ntv.de, lme/sid

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