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Startseite»Politik»Italien: Gedenken an Opfer der Erdbeben vor zehn Jahren in Amatrice
Politik

Italien: Gedenken an Opfer der Erdbeben vor zehn Jahren in Amatrice

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 24, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 24.08.2026 • 18:44 Uhr

Vor zehn Jahren wurde die Region um Amatrice in Italien von schweren Erdbeben erschüttert – 300 Menschen starben. Zum Gedenken heute kam auch Ministerpräsidentin Meloni. Der Wiederaufbau läuft weiter schleppend.

In der mittelitalienischen Gemeinde Amatrice haben Menschen an eine Serie von Erdbeben erinnert, bei der vor zehn Jahren in der Region insgesamt etwa 300 Menschen ums Leben kamen. Um 3:36 Uhr – dem Zeitpunkt des schlimmsten Bebens mit einer Stärke von 6,2 – gab es in Amatrice, wo allein 239 Menschen starben, eine Schweigeminute. Anschließend läuteten für jedes Todesopfer die Glocken.

Am Nachmittag besuchte auch Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Amatrice. Am Tag des Erinnerns und Gedenkens stehe die Regierungschefin eng an der Seite der Angehörigen der Todesopfer, teilte ihr Büro mit. Medienberichten zufolge traf sich Meloni mit Angehörigen der Opfer und wollte anschließend an einer Gedenkzeremonie teilnehmen. Am Denkmal für die Toten sollte zudem ein Kranz niedergelegt werden. Auch eine Gedenkmesse war geplant.

Amatrice war besonders schwer von den Erdbeben betroffen. Innerhalb weniger Sekunden wurde der historische Ortskern fast vollständig verwüstet. In der Nachbargemeinde Accumoli kamen etwa zehn Menschen ums Leben, Auch in anderen Orten in dem Gebiet verloren viele ihr Leben. Hunderte wurden zudem verletzt, viele von ihnen schwer. Tausende Menschen verloren ihr Zuhause sowie ihr Hab und Gut.

Die Bilder der Zerstörung Amatrices gingen um die Welt. Besonders ikonisch ist die Aufnahme eines Feuerwehrmanns, der zwischen eingestürzten Häusern einsam dem wolkenverhangenen Himmel entgegenläuft.

Erde kam erst nach Monaten wieder zur Ruhe

Nach den ersten Stößen bebte die Erde noch monatelang, bis die Gegend wieder zur Ruhe kam.

„Amatrice gibt es nicht mehr“, sagte der damalige Bürgermeister Sergio Pirozzi. Auch ein Jahrzehnt später ist das Stadtbild noch immer geprägt von Baustellen und Ruinen, zahlreiche Menschen im Grenzgebiet der Regionen Latium, Umbrien und den Marken leben weiter in Notunterkünften. Mit dem Wiederaufbau geht es trotz staatlicher Milliardenhilfen nur schleppend voran. Nicht einmal 40 Prozent der beschädigten Gebäude sind nach offiziellen Angaben wiederhergestellt.

Eine Anwohnerin sagte dem Fernsehsender SkyTG24: „In Amatrice gibt es viele Baustellen, und es wird daran gearbeitet, den Ort wiederaufzubauen. Aber es ist noch viel zu tun.“ Sie hoffe, dass eines Tages wieder viele Menschen in der Gemeinde leben werden. „Darüber würde ich mich sehr freuen“, sagte sie.

„Leider wurden in den ersten Jahren Fehler gemacht“

Der Sonderbeauftragte der Regierung für den Wiederaufbau, Guido Castelli, wollte kein Datum für den Abschluss der Wiederaufbauarbeiten nennen. „Leider wurden in den ersten Jahren Fehler gemacht, für die wir noch immer bezahlen. Aber inzwischen gehen wir mit einem anderen Tempo voran“, sagte er der Zeitung La Repubblica. Auch Meloni sagte nach Angaben ihres Büros, beim Wiederaufbau habe es Schwierigkeiten gegeben. „Viel wurde erreicht, aber ebenso viel bleibt noch zu tun.“

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