Janez Janša war schon dreimal Ministerpräsident in Slowenien, nun ist der Bewunderer von US-Präsident Trump erneut gewählt worden. In früheren Amtszeiten war er öfters mit Brüssel aneinandergeraten.
Das Parlament in Slowenien hat den 67-jährigen Janez Janša zum neuen Regierungschef gewählt. Für ihn stimmten 51 Abgeordnete, 36 votierten gegen ihn. Janša will mit mehreren Parteien eine Minderheitsregierung bilden. Sie wird von der Partei Resnica von außen unterstützt, die zu Zeiten der Corona-Pandemie aus der Protestbewegung entstand.
Janša gilt als Fan von US-Präsident Donald Trump und Freund des abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban.
Vierte Amtszeit seit 2004
Der Politiker wurde damit bereits zum vierten Mal seit 2004 Regierungschef seines Landes und löst den links-liberalen Robert Golob ab. Dessen Freiheitsbewegung (GS) hatte zwar die Parlamentswahl im März knapp vor Jansas SDS gewonnen, hatte aber mit seinen bisherigen linken Koalitionspartnern keine Mehrheit mehr.
Drogentest für Beamte?
In seiner Ansprache vor der Wahl im Parlament sagte Janša, seine künftige Regierung werde Dezentralisierung und Bürokratieabbau vorantreiben sowie die Korruption bekämpfen. Dies spiegelt sich auch im Regierungsprogramm wider. Für Aufsehen sorgen darüber hinaus geplante Maßnahmen wie verpflichtende Drogentests für Beamte.
Janša hatte bereits von 2004 bis 2008, von 2012 bis 2013 und von 2020 bis 2022 regiert. Seine Amtszeiten waren von Korruptionsskandalen und Angriffen gegen unabhängige Medien und Andersdenkende überschattet. Auch vor seiner jetzigen Wahl war Janša mit Drohungen gegen Medien, Zivilorganisationen und Gewerkschaften aufgefallen.
