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Startseite»Nachrichten»„Kassenlage stärken“: Wirtschaftsweiser: Beamte sollen in gesetzliche Krankenversicherung einzahlen
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„Kassenlage stärken“: Wirtschaftsweiser: Beamte sollen in gesetzliche Krankenversicherung einzahlen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Kassenlage stärken“Wirtschaftsweiser: Beamte sollen in gesetzliche Krankenversicherung einzahlen

Achim Truger findet, dass es zu viele Beamte gibt. (Foto: IMAGO/)

Die Bundesregierung will die gesetzliche Krankenversicherung reformieren. Doch Kritikern gehen die Maßnahmen nicht weit genug. Der Wirtschaftsweise Achim Truger würde gerne Beamte mehr in die Pflicht nehmen. Er warnt vor der Entstehung eines Klassensystems.

Der Wirtschaftsweise Achim Truger spricht sich für die Einbeziehung von Beamten in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) aus. „Dass Beamte aus der gesetzlichen Krankenversicherung rausgehalten werden, halte ich für völlig falsch. Durch ihr gutes Gehalt könnten sie die Kassenlage der GKV durchaus stärken“, sagte der Ökonom der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Beamte sind in der Regel nicht gesetzlich, sondern privat krankenversichert.

Truger stellte zudem infrage, „ob es überhaupt so viele Beamte braucht“. Lehrer und Universitätsprofessoren müssten beispielsweise nicht zwingend verbeamtet werden. „Das wäre langfristig ein guter Weg, Staatsdiener stärker in die Solidargemeinschaft einzubinden, sonst hat man irgendwann eine Art Klassensystem“, sagte das Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

„Dass es den Beamten zum Teil so gut geht, hängt auch damit zusammen, dass man das Leben der anderen über die Jahre verschlechtert hat.“ Die Beitragszahler müssten etwa für den Großteil der Kosten der Gesundheitsversorgung von Bürgergeldempfängern aufkommen. „Da macht sich der Bund einen schlanken Fuß“, bemängelte Truger.

Die Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger von schätzungsweise rund zwölf Milliarden Euro im Jahr werden bislang nur zum Teil aus dem Bundeshaushalt übernommen – ein Großteil muss aus den Beitragseinnahmen der gesetzlichen Kassen gedeckt werden. Das bedeutet, dass Privatversicherte sich an der Finanzierung nicht beteiligen.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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