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Startseite»Politik»Kaufzurückhaltung: DAX tritt auf der Stelle
Politik

Kaufzurückhaltung: DAX tritt auf der Stelle

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 19.08.2026 • 18:53 Uhr

Wenig Bewegung im deutschen Leitindex: Zunehmende Sorgen wegen der ungeklärten Lage in Nahost haben den Aktien-Anlegern heute die Kauflaune verdorben. Dazu kamen die steigenden Renditen bei Anleihen.

Der DAX ist heute mehr oder weniger auf der Stelle getreten. Denn bei Aktien-Investoren nimmt die Verunsicherung zu. Das bremst die Kauflust.

Grund ist einmal die scheinbar nachhaltig problematische Lage in Nahost und die ungeklärte Situation an der für den Welthandel so wichtigen Straße von Hormus.

Zum anderen werfen die stark gestiegenen Anleihe-Zinsen Fragen auf. Die Renditen wichtiger Staatsanleihen etwa aus den USA, Deutschland und Japan sind gestern auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten geklettert. Hohe Zinsen für relative sichere Anlagen wie Staatsanleihen machen die meist riskanteren Aktien weniger interessant.

Vor dem Hintergrund ist der deutsche Leitindex heute bei 26.091,33 Punkten aus dem Handel gegangen – ein Minus von 0,14 Prozent. Damit hat das Börsenbarometer diese Woche jeden Tag im Minus beendet.

Höhere Zinsen verteuern auch Unternehmenskredite. Das setzte zuletzt auch den zinssensiblen Technologiewerten zu. Der Halbleiterindex setzte seine Talfahrt fort und verlor zwei Prozent.

Im Deutschen Aktienindex waren heute die Papiere von Infineon die größten Verlierer. Zu Handelsschluss schlug ein Minus von fast vier Prozent zu Buche.

Die Chipbranche stand zuletzt weltweit immer wieder unter Druck; weil die Sorge umgeht, dass sich die riesigen Investitionen in KI-Infrastruktur – dazu gehören im Wesentlichen auch Chips – am Ende doch nicht auszahlen könnten.

In Asien hatten sich Anleger bereits Sorgen wegen der Finanzlage des Investors Softbank gemacht, der laut einem Medienbericht Pläne für die Ausgabe neuer Anleihen schmiedet, um seine KI-Ambitionen zu finanzieren. Zwar versuchte der koreanische Chipriese SK Hynix, die Lage mit einem großen Aktienrückkaufpaket zu beruhigen. Dies gelang offenbar nicht so wie geplant.

Als sehr interessant empfanden viele Anleger heute das Papier von Unitree. Der chinesische Roboterhersteller hat an der Börse in Shanhai einen geradezu rasanten Börsenstart hingelegt.

Die Aktie schoss kurz nach Handelsstart über 600 Prozent über den Ausgabepreis. Unitree stellt unter anderem humanoide Roboter her, die als wichtiges Geschäftsfeld im Bereich Künstliche Intelligenz gelten.

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Dr. Heinrich Krämer
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