Keine Gespräche mit der PresseTrump verzichtet am Tag nach der Wahl auf öffentliche Auftritte
Donald Trump liebt das Rampenlicht. Am Tag nach den Zwischenwahlen möchte der Präsident allerdings nicht mit der Öffentlichkeit sprechen. Laut Weißem Haus sind ausschließlich private Termine geplant.
US-Präsident Donald Trump wird am Mittwoch nicht in der Öffentlichkeit auftreten, sondern eine Reihe privater politischer Treffen abhalten. Das geht aus einem Zeitplan hervor, den das Weiße Haus in der Nacht veröffentlicht hat. Keines der Treffen ist für die Presse zugänglich.
Der Verdacht liegt nahe, dass Trump das Ergebnis der US-Zwischenwahlen nicht kommentieren möchte. Bisher haben die Republikaner in beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit. Im Ringen um die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus zeichnen sich jedoch positive Signale für die Demokraten ab. Der Wahl-Analysedienst Decision Desk HQ sagte am frühen Morgen eine demokratische Mehrheit voraus, als noch nicht einmal alle Wahllokale geschlossen waren.
Auch bei Senatswahlen scheinen die Demokraten im Aufwind. Im Bundesstaat North Carolina verloren die Republikaner einen Sitz an die Demokraten, wie TV-Sender und die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen berichten. Selbst in traditionell republikanischen Staaten wie Texas und Kansas scheinen Siege der demokratischen Kandidaten möglich.
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Erste Rückmeldungen von republikanischen Strategen bestätigen das düstere Bild. Unter vier Augen sollen sie bereits Besorgnis über weitreichende Siege der Demokraten äußern. Mehrere sagten, es sehe nach einem schlechten Abend für die Republikaner aus oder, wie es einer ausdrückte, schlicht nach einem Blutbad. Ein anderer verwendete das Wort „Apokalypse“.
Ein weiterer Stratege der republikanischen Partei fügte hinzu, dass die Wähler Präsident Trump offenbar beim Wort genommen hätten, als er sie bat, so zu tun, als stünde er selbst auf dem Stimmzettel: Das Ergebnis sehe nicht gut aus.
Auch 2018 während Trumps erster Amtszeit hatten die Republikaner bei den Zwischenwahlen die Mehrheit verloren, allerdings nur im Repräsentantenhaus. Im Senat konnten sie ihren Vorsprung verteidigen. Damals hielt Trump am Tag nach der Wahl anders als dieses Mal eine Pressekonferenz im Weißen Haus ab, auf der er sagte: Die Republikaner haben „der Geschichte getrotzt“, die Mehrheit im Senat ausgebaut und die Erwartungen im Repräsentantenhaus trotz einer stärkeren Spendenkampagne der Demokraten und einer negativen Berichterstattung in den Medien übertroffen.
