Trump-Niederlage bahnt sich anPrognose: Demokraten erobern Mehrheit im US-Repräsentantenhaus
Bislang haben die Republikaner von US-Präsident Trump eine Mehrheit in beiden Kammern des US-Kongresses. Nach den Midterms dürfte sich das aber mindestens im Repräsentantenhaus ändern.
Bei den US-Kongresswahlen werden die Demokraten einer Prognose des Analysedienstes Decision Desk HQ zufolge die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobern. Ihr Kandidat Jamie Ager eroberte Hochrechnungen zufolge in einem Wahlkreis in North Carolina einen Sitz, der zuvor republikanisch besetzt war, wie die Nachrichtenagentur AP meldete.
Im Bundesstaat Florida verteidigten die Demokraten Kathy Castor und Jared Moskowitz demnach zudem ihre Sitze im Repräsentantenhaus. Auch die Demokratin Pia Dandiya setzte sich in einem bislang demokratisch gehaltenen Wahlkreis in Südflorida durch. Das ist deshalb bemerkenswert, weil die Republikaner die Grenzen aller drei Wahlkreise in diesem Jahr zu ihren Gunsten neu gezogen hatten. Damit wollten sie mehrere bislang demokratisch gehaltene Sitze erobern, um erwartete Verluste in anderen Teilen des Landes auszugleichen. Insgesamt hatten sie es dabei auf vier solcher Wahlkreise abgesehen.
Umfragen vor der Wahl hatten den Demokraten gute Chancen bescheinigt, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern. Bislang hatten die Republikaner dort eine hauchdünne Mehrheit: Sie hielten 218 der insgesamt 435 Sitze. Bei den Kongresswahlen werden alle Sitze im Repräsentantenhaus neu vergeben. Da viele Sitze als feste Hochburgen der einen oder anderen Partei gelten, stehen aber vor allem besonders umkämpfte Wahlkreise im Fokus.
