In deutschen Kinos wurden im ersten Halbjahr 2026 so viele Tickets verkauft wie zuletzt vor der Corona-Pandemie. Vor allem zwei neue Hollywood-Produktionen lockten zahlreiche Zuschauer in die Kinosäle.
In Deutschland gehen wieder mehr Menschen ins Kino. Das zeigen die Zahlen verkaufter Tickets, die im Jahresvergleich deutlich zugenommen haben.
Angaben der Filmförderungsanstalt zufolge wurden im ersten Halbjahr rund 47,5 Millionen Karten für einen Kinobesuch verkauft. Das sind demnach fast sieben Millionen Tickets mehr als im Vorjahreszeitraum, ein Plus von 16,9 Prozent. Und mehr Tickets bedeutete auch mehr Umsatz – der legte im Vergleichszeitraum um fast 100 Millionen Euro und damit um circa 24,5 Prozent auf etwa 502,2 Millionen Euro zu.
Damit ist es das umsatzstärkste Halbjahr für Kinos bundesweit seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den darauffolgenden Schließungen durch die Lockdowns. Um an die Verkaufszahlen vor der Pandemie heranzureichen, muss es aber noch einige Zuschauerinnen und Zuschauer in die Kinosäle ziehen. 2019 wurden über das gesamte Jahr etwa 119 Millionen Karten verkauft.
Spiderman und Odyssee als Zuschauermagneten
Für das Plus an den Kinokassen sorgten vor allem zwei neue Hollywood-Blockbuster, die auch schon in den USA zu Zuschauermagneten wurden und sich damit einen eigenen Spitznamen eingebracht haben. „Spodyssey“ lautet die Wortschöpfung, die die beiden Filme „Spider-Man: Brand New Day“ und „Die Odyssee“ in sich vereint.
Rund zwei Wochen nach seiner Premiere in Los Angeles hatte die Fortsetzung der „Spiderman“-Reihe weltweit bereits mehr als zwei Milliarden US-Dollar eingespielt – nur ein Film hatte in noch kürzerer Zeit für so hohe Umsatzzahlen gesorgt: „Avengers: Endgame“ knackte diese Marke schon nach elf Tagen, wie das Forbes-Magazin berichtete. Und auch das Heldenepos „Die Odyssee“ gelang ein umsatzstarker Auftakt – am Eröffnungswochenende spielte der Streifen weltweit bereits rund 264 Millionen US-Dollar ein.
