In Peking ist ein Kleinflugzeug in das höchste Gebäude der Stadt geflogen. Fast einen Tag schwiegen die Behörden zu dem Vorfall, nun bestätigten sie den Tod des Piloten. Aufnahmen des Absturzes im Internet wurden gelöscht.
Bei einem Flugzeugabsturz im Zentrum von Peking ist der Pilot der Maschine ums Leben gekommen. Fast einen Tag lang schwiegen Behörden zu dem Vorfall. Erst heute bestätigte die Stadtregierung den Aufprall des Leichtflugzeuges und den Tod des Piloten.
Wie der Bezirk Chaoyang mitteilte, befand sich an Bord des einmotorigen Zweisitzers nur der Pilot. 13 weitere Menschen wurden demnach vor Ort verletzt. Die zuständigen Behörden untersuchten den Vorfall, hieß es weiter.
Der Mitteilung zufolge krachte die Maschine am Freitag um 17.55 Uhr Ortszeit in das Gebäude. Die Behörden nannten den Namen des höchsten Wolkenkratzers – Citic Tower, auch bekannt als China Zun – nicht. Es wurde lediglich allgemein von einem Hochhaus gesprochen.
Ein Loch in der Fassade des Citic Towers in Peking.
Regierung lässt Aufnahmen löschen
Chinas Staatsmedien berichteten bisher nicht über den Aufprall – doch im Internet kursierten Aufnahmen, die Schäden an dem 528 Meter hohen Wolkenkratzer zeigen. Auf Videos ist zu sehen, wie Wrackteile des Flugzeuges herunterstürzten, die Polizei Straßen absperrte und die Feuerwehr im Einsatz war. Auf Fotos ist am oberen Teil der Hausfassade ein Loch erkennbar.
Aufnahmen und Videos ließ die chinesische Regierung von Onlineplattformen löschen. Dennoch sorgte der Fall für großes Aufsehen – denn Pekings Stadtkern gilt eigentlich als Flugverbotszone. Flüge und Drohnen müssen erst von Behörden genehmigt werden.
Warum die Maschine in das Gebäude krachte, bleibt bisher unklar – ebenso die Identität des Piloten. Medienberichten zufolge war er im äußersten Osten Pekings von einem Flugplatz aus gestartet und Richtung Stadtkern geflogen. Die Registrierungsnummer B-12PP deutete auf ein in China hergestelltes Leichtsport-Flugzeug vom Typ Sunward SA 60L Aurora hin.
