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Startseite»Nachrichten»Kostet trotzdem unter 18.000 Euro: Dacia Spring startet sichtbar verbessert in zweiten Frühling
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Kostet trotzdem unter 18.000 Euro: Dacia Spring startet sichtbar verbessert in zweiten Frühling

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 8, 2026Keine Kommentare6 Minuten Lesezeit
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Kostet trotzdem unter 18.000 EuroDacia Spring startet sichtbar verbessert in zweiten Frühling

Dacia legt den Spring neu auf. (Foto: Dacia)

Mit dem pragmatischen Spring hat Dacia die E-Mobilität bezahlbar gemacht. Ein besonders attraktives Auto war das kleine Elektroauto bislang allerdings nicht. Jetzt fährt der Spring in den zweiten Frühling. Und plötzlich blüht er auf.

Wenn später mal die Geschichte der E-Mobilität geschrieben wird, darf der Dacia Spring nicht fehlen. Nicht etwa, weil er ein besonders innovatives, gutes oder gar attraktives Auto war. Das wird auch in der Retrospektive niemand ernsthaft behaupten wollen. Nein, weil der Spring Pionierarbeit geleistet hat. Mit seinem günstigen Einstiegspreis von damals rund 20.000 Euro hat der Rumänen-Stromer den E-Antrieb demokratisiert und dafür gesorgt, dass auch der „kleine Mann“ Elektromobilität kennenlernen konnte. Seit 2021 verkaufte Dacia 210.000 Spring in 40 Ländern, für 93 Prozent der Kunden war es der erste Kontakt mit einem EV.

Jetzt kommt der neue Spring – und damit der zweite Frühling. Denn plötzlich blüht er auf. Wurde der Budget-Stromer bislang beim chinesischen Partner Dongfeng möglichst preiswert zusammengeschraubt, wird der neue Spring ein waschechter Europäer. Gebaut im slowenischen Werk Novo Mesto, parallel zum Konzernbruder Renault Twingo E-Tech, mit dem sich der Viertürer auch die wesentlichen Eckpfeiler seiner Technik teilt.

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Mit 3,85 Metern Länge und 1,74 Metern Breite wächst der neue Spring deutlich gegenüber dem Vorgänger. (Foto: Dacia)

Länger und breiter, aber immer noch Leichtgewicht

Beide stehen auf der gleichen RG-EV-Plattform. Mit 3,85 Meter streckt sich der Dacia allerdings 6 Zentimeter mehr in die Länge als der Twingo und überflügelt seinen Vorgänger sogar um satte 15 Zentimeter. Der größte Sprung ins Erwachsenenalter findet allerdings in der Breite statt: Mit 1,74 Metern wirkt er nun deutlich stabiler und vertrauenswürdiger als das schmale Hemd aus Wuhan, das gerade mal 1,58 Meter breit war und schon im Stand wie ein fragiler Wackelkandidat ausschaute. Obwohl der Spring in allen Dimensionen zulegt, bleibt er mit lediglich 1,2 Tonnen ein Leichtgewicht, was vor allem dem Verbrauch zugutekommen dürfte. Dacia verspricht 12,7 kWh auf 100 Kilometer.

So selbstbewusst und stämmig, wie der Handtaschen-Stromer jetzt auf den Rädern steht, gelingt es dem Design-Team um David Durand, den Spring aus der Spielzeugecke zu holen. Bislang war er kaum mehr als automobile Grundversorgung. Nun kommt mit dem Spring II ein moderner Kleinwagen, komplett befreit von jeglichem Fremdschämpotenzial. Die Front hochgezogen und robust, die Überhänge vorn und hinten minimal, die Linien klar und kantig.

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Angetrieben wird der Dacia Spring von einer 60 kW/80 PS starken E-Maschine und einer 27,5-kWh-LFP-Batterie im Unterboden. (Foto: Dacia)

Obwohl Durands Truppe nahezu die komplette Dachpartie des Twingos inklusive der Fensterlinie transplantiert hat, sind Ähnlichkeiten zum Franzosenbruder wirklich nur mit viel Fantasie zu entdecken. An Front und Heck leuchten serienmäßig LED-Lichter. Sie spiegeln das Licht im Gehäuse geschickt um 45 Grad – und sehen so nach mehr aus, als sie tatsächlich sind. Massive Stoßfänger aus unlackiertem, schwarzen Kunststoff schützen vor kleinen Remplern und großen Rechnungen, Designelemente wie die Black Panels trennen das Dach optisch von der Karosserie.

Ordentlich Platz für vier Erwachsene

Das Plus an Länge nutzt der neue Spring vorn, um einen 18-Liter-Frunk fürs Ladekabel unterzubringen. Den hat der Twingo nicht. Und hinten für mehr Ladevolumen. 337 Liter bis 1283 Liter bedeuten einen deutlichen Zuwachs zum Spring Nummer eins und sind Top für diese Klasse. Trotzdem bleibt innen noch erstaunlicher Platz für vier Erwachsene, auf der Rückbank sogar mit ordentlicher Knie- und Kopffreiheit. Meckerpotenzial bieten hier allenfalls die nicht versenkbaren Scheiben, preiswertere Ausstellfenster müssen reichen.

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Zum Marktstart im Dezember gibt es den Dacia Spring in vier Farben und zwei Ausstattungen. (Foto: Dacia)

Na klar sieht man hier und da, dass kein Euro leichtfertig in überflüssigen Schnickschnack gesteckt wurde. „Jedes Element muss auch einen praktischen Nutzen haben“ sagt David Durand. Der Spring ist nach wie vor auf cleveres Sparen konditioniert. Praktisch eingerichtet, aber nicht ärmlich.

Die Sitze fühlen sich bequem und erwachsen an, zwei Displays – 7- und 10,1-Zoll groß – wurden vom Twingo übernommen und mit einer eigenen Grafik bespielt, die keinesfalls schlechter informiert als beim Franzosenbruder. Zahlreiche Staufächer schlucken den Kleinkram des Autofahrer-Alltags, das Agaveblau der Polster findet sich als horizontaler Streifen am Armaturenbrett wieder.

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Hinten im Dacia Spring gibt es zwei Sitze. (Foto: Dacia)

Wie die Einrichtung ist auch die E-Technik kein Armutszeugnis, sondern pragmatisch auf die Klientel zugeschnitten. Der Spring ist dabei der erste Dacia, der von neuen, verkürzten Entwicklungszyklen der Renault Group profitiert. So sollen neue Modelle künftig nach zwei Jahren fertig sein und gleichzeitig weniger kosten. Dacia kündigt zusätzlich zum Spring bereits drei weitere EVs bis 2030 an.

Kein unnötiger Ballast

Unnötigen Ballast schleppt der Spring gar nicht erst mit. 60 kW/80 PS müssen ebenso reichen, wie eine kleine, leichte 27,5 kWh-LFP-Batterie, die tief im Unterboden versteckt ist. Damit kommt man rund 250 Kilometer weit. Mehr brauche ein hauptsächlich in der Stadt eingesetzter Mini nicht, sagt Dacia.

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Einen 11-kW-Lader gibt es beim Dacia Spring gegen Aufpreis. (Foto: Dacia)

Auch das gemächliche Ladetempo stelle für die Kunden kein größeres Problem dar. Der neue Spring füllt seinen Akku extrem bedächtig mit nur 6,6 kW. An der Haussteckdose braucht er zum Laden neun Stunden (15 bis 80 Prozent), an der Wallbox fast drei. Gegen Aufpreis gibt es ein Paket, das AC-Laden mit 11 kW ermöglicht (1 Stunde 55 Minuten) sowie DC-Laden mit 50 kW (28 Minuten). Inkludiert ist dann auch die Möglichkeit externe Elektro-Geräte mit Strom zu versorgen, bekannt als Vehicle-to-Load-Funktion (V2L).

Zum Marktstart im Dezember wird es den Spring in vier Farben und in zwei Ausstattungsversionen geben. Die Einstiegsvariante „Expression“, unter anderem mit 15-Zoll-Stahlrädern, manueller Klimaanlage und Media Paket, soll unter 18.000 Euro kosten. Der „Journey“ erhält zusätzlich 16-Zöller, Rückfahrkamera, ein höherwertiges Media-System sowie zusätzliche Konnektivität. Er startet für unter 20.000 Euro in den zweiten Frühling.

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Der Kofferraum des Dacia Spring entspricht dem Klassenstandard. (Foto: Dacia)

Technische Daten Dacia Spring

  • Fünftüriger Elektro-Kleinwagen mit Frontantrieb

  • Länge: 3,85 m, Breite: 1,74 m, Höhe: 152 mm, Radstand 2,49 m, Kofferraum 337-1.283 Liter, Frunk 18 Liter,

  • E-Antrieb, LFT-Batterie mit 27,5 kWh, Leistung 60 kW/80 PS, 1-Gang-Automatik, max. Drehmoment 175 Nm, 0-100 km/h: 12,1 s, Vmax: 130 km/h, Verbrauch 12,7 kWh/100km (kombiniert, WLTP), Ladezeit mit am AC-Lader 1,55 Stunden (15 – 80 Prozent), Ladezeit am DC-Lader 28 Minuten, elektrische Reichweite ca. 250 km (WLTP)*.

  • Preis: Unter 18.000 Euro.

Quelle: ntv.de, Tomas Hirschberger, sp-x

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