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Politik

Krieg in Nahost: Trump ermahnt Israel nach Angriff im Libanon

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 14, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 14.06.2026 • 19:17 Uhr

US-Präsident Trump hat einen Angriff Israels auf den Libanon deutlich verurteilt. Hintergrund ist die Sorge, dass sich die mögliche Unterzeichnung einer Vereinbarung mit Iran verzögert – die war eigentlich für heute vorgesehen.

US-Präsident Donald Trump hat die israelischen Angriffe in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut verurteilt. Diese hätten nicht stattfinden dürfen, „insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit Iran so nahe sind“, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.

Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels hatte die israelische Luftwaffe erneut Ziele im Großraum Beirut angegriffen. Trump schrieb, Israel habe das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, jedoch sei die Attacke, auf die das Land reagiert habe, bedeutungslos gewesen – niemand sei getötet oder verletzt worden.

Trump mahnt alle Parteien zur Zurückhaltung

Trump rief zugleich alle Seiten auf, sich zurückzuhalten. Man stehe kurz davor, ein Abkommen mit Iran zu schließen, das Frieden für die Region – den Libanon eingeschlossen – bringen würde. Es solle keine Angriffe Israels mehr irgendwo im Libanon geben, schrieb der US-Präsident weiter, und es solle auch keine Angriffe anderer Parteien, einschließlich der Hisbollah, gegen Israel mehr geben.

Iran hatte nach den israelischen Angriffen bei Beirut die mögliche Einigung auf ein Rahmenabkommen mit den USA infrage gestellt. Die iranische Revolutionsgarde – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – drohte Israel mit Gegenschlägen. In der Vergangenheit hatte Teheran immer wieder darauf hingewiesen, dass ein Ende der israelischen Angriffe auf die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon Bedingung sei für einen möglichen Friedensvertrag zwischen Iran und den USA.

Verwirrung über Tag der Unterzeichnung

Eigentlich hatte Trump eine Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für diesen Sonntag, an dem er selbst seinen 80. Geburtstag feiert, in Aussicht gestellt. Ein solches Abkommen würde zunächst vertiefte Verhandlungen für ein mögliches Ende des Krieges mit sich bringen.

Zuvor hatte am Samstagmittag der Regierungschef des Vermittlers Pakistan, Shehbaz Sharif, im Onlinedienst X mitgeteilt, eine Einigung zwischen Iran und den USA werde „voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden erwartet“ und können dann elektronisch unterzeichnet werden. In Pakistan war es da 16 Uhr, in Washington 7 Uhr morgens.

Das Außenministerium in Teheran hatte daraufhin mitgeteilt, eine Einigung rücke näher, eine Unterzeichnung sei aber von iranischer Seite nicht am Sonntag, sondern eher in der kommenden Woche zu erwarten. Trump hatte dessen ungeachtet auf eine Unterzeichnung am Sonntag bestanden.

Am 28. Februar hatten die USA und Israel den Krieg gegen Iran begonnen. Seit April gilt eine Waffenruhe. Es kam jedoch immer wieder zu gegenseitigen Angriffen.

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Dr. Heinrich Krämer
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