Männer-Trio schielt auf Medaille
Kaufmann scherzt über EM-Duell gegen Tischtennis-„Oma“
Bei der Tischtennis-EM in Slowenien haben sowohl die deutschen Männer als auch die Frauen noch gute Medaillen-Aussichten. Youngster Annett Kaufmann trifft auf eine Tischtennis-„Oma“.
Die deutsche Topspielerin Sabine Winter hat bei der Tischtennis-EM in Ljubljana das Achtelfinale erreicht. Die 34-Jährige gewann am Donnerstag 4:0 gegen die Kroatin Lea Rakovac und unterstrich ihre Medaillenambitionen. Im Anschluss zogen auch Ying Han, Nina Mittelham und Annett Kaufmann in die Runde der letzten 16 ein.
Auf die frühere Junioren-Weltmeisterin Kaufmann wartet nach dem 4:2 über Xiaoxin Yang (Monaco) eine besondere Aufgabe. Am Freitag trifft sie auf die 63 Jahre alte Ni Xialian aus Luxemburg. „Nixi könnte meine Mama sein, fast schon Oma“, sagte die 20-Jährige und scherzte: „Zur Not versuche ich, gegen sie über sieben Sätze zu gehen, damit ich in der Kondition einen Vorteil habe.“
Für die topgesetzte Winter geht es gegen die Französin Prithika Pavade weiter. Ihr Auftritt am Donnerstag gibt der Weltranglistenneunten Zuversicht. „Da steht ein 4:0, aber es war ein sehr umkämpftes Spiel, vor allem die ersten drei Sätze. Ich habe sie teilweise mit etwas Glück auf meine Seite gezogen“, sagte Winter, die 2022 in München Bronze gewonnen hatte: „Generell bin ich froh, dass ich das Spiel geholt habe. Meine Form ist okay, und ich habe gesehen, dass der Kopf da ist.“
Die 43 Jahre alte Han, mit dem deutschen Team Olympiazweite 2016 in Rio, setzte sich 4:0 gegen die Luxemburgerin Sarah De Nutte durch. „Bei einem 4:0-Sieg kann man sich nicht beschweren“, sagte Han, die im Achtelfinale gegen die Slowakin Tatiana Kukulkova oder Jieni Shao aus Portugal spielt.
Vor ihren Einzelsiegen waren Winter und Han zusammen im Doppel ausgeschieden. Im Viertelfinale unterlag das Duo den an Nummer eins gesetzten Bernadette Szocs/Elizabeta Samara aus Rumänien mit 1:3 und verpasste damit eine Medaille.
Männer-Trio mit Medaillenchancen
Bei den deutschen Männern wahrte ein Trio seine Chancen auf eine Medaille. Am Donnerstagabend gewann zunächst Patrick Franziska seine Zweitrundenpartie, ehe der amtierende Vize-Europameister Benedikt Duda und Ex-Europameister Dan Qiu folgten. Ausgeschieden ist Andre Bertelsmeier.
Der 20-Jährige vom Bundesligisten TSV Bad Königshofen unterlag dem Schweden Truls Möregardh, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Paris, 0:4. Die erste Runde hatte der amtierende U21-Europameister noch in sieben Sätzen gewonnen. Wim Verdonschot, Ricardo Walther und Kay Stumper waren bereits zum Auftakt der Hauptrunde ausgeschieden.
Franziska war nach seinem 4:0-Sieg über den Slowenen Deni Kozul zufrieden mit sich, aber nicht unbedingt mit der Stimmung in der Halle. „Es hätten gerne noch ein paar mehr Zuschauer sein können. Gegen ein Heimpublikum zu spielen, ist zusätzliche Motivation für mich“, sagte der Routinier, der 2018 EM-Bronze gewonnen hatte.
Wie Franziska erreichten auch Duda (4:0 gegen Tom Jarvis/England) und Qiu (4:0 gegen Jonathan Groth/Dänemark) souverän das Achtelfinale am Freitag.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc/sid
