In der Stadt Modena ist ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren und hat danach einen Passanten mit einem Messer bedroht. Acht Menschen wurden verletzt, vier von ihnen lebensgefährlich.
In der norditalienischen Stadt Modena ist ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast. Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag im Stadtzentrum, wie Bürgermeister Massimo Mezzetti mitteilte. Demnach steuerte der Fahrer den Wagen mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Fußgängern und prallte gegen eine Schaufensterscheibe.
Danach habe der Fahrer versucht, zu Fuß zu fliehen – und bedrohte auf der Flucht einen Passanten mit einem Messer, der versucht hatte, sich ihm in den Weg zu stellen. Der Angreifer wurde kurz darauf gestellt.
Bei dem Vorfall wurden laut Mezzetti acht Menschen verletzt, vier von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Modena und Bologna gebracht. Eine Frau soll bei dem Vorfall beide Beine verloren haben.
Die Hintergründe sind noch unklar. Er sei „zutiefst betroffen“ über diesen „wahnsinnigen Vorfall“, so Mezzetti.
Täter offenbar nicht vorbestraft
Bei dem Fahrer handele es sich um einen 31-jähriger Mann, der in Bergamo geboren und in Modena aufgewachsen sei. Nach Angaben des Bürgermeisters hat er marokkanische Wurzeln. Er sei festgenommen und auf dem Polizeirevier befragt worden.
Die Behörden ermitteln demnach nun, ob der Mann unter Drogeneinfluss gestanden oder vorsätzlich gehandelt hat. Er soll nicht vorbestraft sein und einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften haben.
