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Startseite»Nachrichten»Markt in China ist ein Problem: Mercedes-Benz macht mehr Gewinn – aber Pkw-Sparte schwächelt
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Markt in China ist ein Problem: Mercedes-Benz macht mehr Gewinn – aber Pkw-Sparte schwächelt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Markt in China ist ein ProblemMercedes-Benz macht mehr Gewinn – aber Pkw-Sparte schwächelt

Der Umsatz ging hingegen um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 32 Milliarden Euro zurück. (Foto: REUTERS)

Lange ging der Gewinn bei Mercedes Quartal für Quartal nach unten. Nun ist er zum ersten Mal seit Jahren wieder im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen. Der Umsatz ging jedoch weiter zurück und die Pkw-Sparte macht Probleme.

Der Gewinn von Mercedes-Benz ist im zweiten Quartal dieses Jahres um 13,5 Prozent gestiegen. Von April bis Juni kletterte das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 957 Millionen Euro auf rund 1,09 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Autobauer mitteilte. Zuletzt hatte der Dax-Konzern vor drei Jahren, im zweiten Quartal 2023, ein Plus beim Konzernergebnis im Vorjahresvergleich erzielt.

Der Umsatz ging hingegen um 3,3 Prozent auf etwas mehr als 32 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg um 21,5 Prozent auf rund 1,55 Milliarden Euro.

Mercedes habe seine Effizienz und Produktivität weiter verbessert, hieß es laut Mitteilung. Kostenmaßnahmen aus einem Sparprogramm hätten das Ergebnis im zweiten Quartal gestützt. Zudem stützten die Ergebnisse der Sparten Vans und Financial Services die schwächelnde Pkw-Sparte.

Deutlicher Absatzrückgang in China

Ein deutliches Minus in China hatte im zweiten Quartal erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Mercedes verkaufte rund 512.000 Pkw und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprach. Bei den Pkw ging der Absatz in China um satte 30 Prozent zurück.

Die Veränderungen in China seien unter anderem von einem verstärkten Marktdruck, einem weniger günstigen Modellmix sowie Kosten im Zusammenhang mit Anlaufkampagnen geprägt gewesen, hieß es laut Mitteilung. Das schwache China-Geschäft hat Folgen. Das operative Ergebnis der Pkw-Sparte brach um rund 94 Prozent von 783 Millionen Euro auf gerade einmal 49 Millionen Euro ein. Hier sei eine Wertminderung an chinesischen Beteiligungen in Höhe von über 700 Millionen Euro enthalten. Aber auch bereinigt sank das Ebit bei den Pkw um 26 Prozent auf 909 Millionen Euro.

Vor dem Hintergrund des „weiterhin herausfordernden Marktumfelds in China“ passte Mercedes Teile seiner Prognose für dieses Geschäftsjahr an. So rechnen die Schwaben nun mit einem Pkw-Absatz leicht unter Vorjahresniveau statt wie zuvor auf Vorjahresniveau. Entsprechend werde auch der Konzernumsatz leicht unter Vorjahresniveau erwartet.

Nach den ersten sechs Monaten des Jahres ist das Konzernergebnis um 6,3 Prozent auf rund 2,52 Milliarden Euro zurückgegangen. Beim Umsatz steht nach dem ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 4,1 Prozent in den Büchern. Beim Ebit ist es ein Minus von 3,1 Prozent.

Bei Mercedes läuft es schon länger nicht mehr rund. 2025 war der Gewinn um knapp die Hälfte von 10,4 Milliarden Euro auf 5,3 Milliarden Euro eingebrochen, nachdem er bereits 2024 um 28,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen war.

Der Autobauer hatte vor mehr als einem Jahr reagiert und ein Sparprogramm aufgelegt. Ende Juni dieses Jahres verschärfte Mercedes den Sparkurs und verschob als Sofortmaßnahme eine tarifliche Sonderzahlung auf das kommende Jahr. Zugleich trat der Vorstand eine Diskussion über Arbeitskosten in Deutschland los, indem er mitteilte, dass für das gleiche Geld mehr gearbeitet werden sollte. In der Folge kam es zu Protesten von Beschäftigten.

Quelle: ntv.de, toh/dpa

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