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Startseite»Nachrichten»Mehr Geld, mehr Posten: Frankreich macht Zugeständnisse nach Schulprotesten
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Mehr Geld, mehr Posten: Frankreich macht Zugeständnisse nach Schulprotesten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 26, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Mehr Geld, mehr PostenFrankreich macht Zugeständnisse nach Schulprotesten

Bereits seit Wochen demonstrieren Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in Frankreich für mehr Geld im Bildungsbereich. (Foto: IMAGO/teamwork)

Marode Gebäude, fehlende Lehrkräfte und ein undurchsichtiges Vergabeverfahren treiben Frankreichs Schüler und Studenten seit Wochen auf die Straßen. Nun reagiert die Regierung mit einem milliardenschweren Paket. Den Protestierenden reichen die Zusagen jedoch nicht.

Nach den wochenlangen Schulprotesten verspricht Frankreichs Regierung mehr Geld, mehr Posten und ein Ende des umstrittenen Hochschulzulassungssystems. Die Plattform Parcoursup solle im Herbst 2028 ersetzt werden. Bis es so weit ist, solle das Zulassungssystem aber bereits transparenter werden und Absagen mit einer Begründung versehen werden, sagte Hochschulminister Philippe Baptiste. Die Regierung geht damit einen deutlichen Schritt auf die seit Wochen protestierenden Gymnasiasten und Studierenden zu.

Für die Instandsetzung von Gymnasien will der Staat zudem bis 2030 vier Milliarden Euro an Krediten mit vergünstigtem Zinssatz für die Kommunen locker machen. Für Universitäten soll eine Milliarde Euro bis 2029 für Renovierungen dazukommen. Hunderte Stellen von Lehrkräften sollen zudem geschaffen und geplante Streichungen zurückgenommen werden, wie Bildungsminister Édouard Geffray bekanntgab. Vertreter der Protestierenden lobten zwar die Ankündigungen, riefen aber dazu auf, den Protest weiterzutragen.

Bereits seit Wochen demonstrieren Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in Frankreich für mehr Geld im Bildungsbereich. Sie beklagen marode Schulen und Lehrkräftemangel. Studierende schlossen sich dem Protest an. Immer wieder kam es am Rande friedlicher Demonstrationen zu Ausschreitungen und zahlreichen Festnahmen.

Mitte Oktober eskalierten Proteste für bessere Lernbedingungen und gegen hohe Lebenskosten dann in mehreren französischen Städten. Neben Schülern und Studierenden hatten sich weitere Bevölkerungsgruppen dem Protest angeschlossen. Es kam zu Brandstiftung, Gewalt und Plünderungen. Präsident Emmanuel Macron mahnte in Marseille an, dass auch der kommende Samstag eine Gefahr berge. Demonstrationszüge sollten fernab der Stadtzentren stattfinden.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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