Steigende Mieten belasten viele Menschen in Deutschland. Nach einer Umfrage des Mieterbundes hat fast ein Drittel der Mieter Angst, sich den Betrag zukünftig nicht mehr leisten zu können. Gleichzeitig fehlt das Geld an anderer Stelle.
Der Deutsche Mieterbund beklagt eine anhaltende Krise auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Wie der Verband in seinem neuen „Mietenreport“ berechnet, fehlen in Deutschland etwa 1,4 Millionen Wohnungen. Der Bestand an Sozialwohnungen sei auf ein Rekordtief von rund einer Million gesunken.
Der Mieterbund warnt, die Krise am Wohnungsmarkt wachse sich immer mehr zur Krise des Sozialstaates aus. Die Bundesregierung müsse unter anderem Mieten begrenzen und mehr Sozialwohnungen bauen.
29 Prozent der Mieter machen sich Sorgen
In einer Umfrage für den Report berichteten 58 Prozent, dass ihre Wohnkosten deutlich zu hoch oder in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen seien. Von den Betroffenen habe mehr als die Hälfte weniger Geld für Rücklagen oder die Altersvorsorge zurücklegen können, sagte die Präsidentin der Mieterorganisation, Melanie Weber-Moritz, bei der Vorstellung des „Mietenreports 2026“.
Jeder Vierte spare an gesunden Lebensmitteln und 15 Prozent an der eigenen Gesundheit, etwa bei Medikamenten oder Zahnersatz. 29 Prozent der Mieter machen sich demnach Sorgen, dass sie die Miete bald nicht mehr bezahlen können.
Insgesamt wohnen dem Report zufolge 52,3 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Der „Mietenreport“ des Deutschen Mieterbundes erscheint jährlich und soll die aktuelle Lage der Mieterinnen und Mieter in Deutschland dokumentieren.
