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Mit denen ist etwas faul“: Trump: Haben Iran „letzte Nacht hart getroffen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 12, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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„Mit denen ist etwas faul“Trump: Haben Iran „letzte Nacht hart getroffen“

Seit Tagen greifen die USA wieder den Iran an, der mit Attacken auf Länder des Nahen Osten antwortet. Nun verkündet US-Präsident Trump, Teheran habe bereits kurz vor einem „Deal“ gestanden. Und er widerspricht Aussagen der Iranischen Revolutionsgarden.

Mit ihren jüngsten Angriffen haben die USA aus Sicht von Präsident Donald Trump dem Iran einen schweren Schlag versetzt. „Wir haben sie letzte Nacht hart getroffen“, sagte er in einem Interview mit dem US-Sender CNN. Trump sagte weiter, der Iran habe am Samstag kurz vor einem „Deal“ gestanden. „Sie waren dabei, alles aufzugeben, und dann plötzlich, zwei Stunden später, trafen sie ein Schiff mit einer Drohne“, fügte der US-Präsident hinzu. „Diese Leute, mit denen ist etwas faul.“

Im Sender NBC erklärte Trump derweil die Straße von Hormus entgegen iranischen Aussagen als offen für den Schiffsverkehr. „Sie ist offen“, sagte Trump. Auch das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom schrieb in einem Post auf X, die für den Handel wichtige Meerenge bleibe eine internationale Wasserstraße, die der Iran nicht kontrolliere.

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatten in der Nacht bekanntgegeben, dass die Meerenge bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleibe. Die Durchfahrt sei verboten. Zuvor hatte die Marine der Iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben, das eine nicht genehmigte Route befahren haben soll. Später griffen sie nach eigenen Angaben ein zweites Schiff wegen angeblicher Verstöße gegen die Vorschriften in der Meerenge an.

Explosionen und Luftalarm in Ländern der Region

Die USA bombardierten daraufhin rund 140 iranische Militärziele entlang der Südküste, darunter Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots. Es war die dritte Angriffswelle binnen einer Woche. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte: „Der Iran hat eine schlechte Entscheidung getroffen. Jetzt muss er dafür bezahlen.“

Iranische Medien berichteten über Explosionen in mehreren Städten im Süden des Landes sowie auf der Insel Keschm und in der Provinz Chusestan. Bei einem Angriff auf die Hafenstadt Dschask sei ein Marinesoldat getötet worden, berichteten iranische Medien. Der Iran schlug mit Raketen und Drohnen auf Ziele in Jordanien, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurück. Nach eigenen Angaben wurden auch Logistik-Stützpunkte der US-Armee im Oman angegriffen.

In Katars Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Sie beobachteten Abfangmanöver über Doha. Das katarische Außenministerium verurteilte die iranischen Angriffe als „gefährliche Eskalation“. Auch in Kuwait war nach Armeeangaben die Luftabwehr im Einsatz, um „feindliche Angriffe“ abzuwehren. Die Vereinigten Arabischen Emirate wehrten nach eigenen Angaben ebenfalls Raketenangriffe ab. Auch in Bahrain ertönte Luftalarm. In Jordanien schlugen drei iranische Raketen ein, dabei wurde niemand verletzt.

Trump erklärte Feuerpause für beendet

Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Der Golfstaat Oman, der in dem Konflikt vermittelt, legte einen Vorschlag zur gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus vor. Gespräche am Samstag in der omanischen Hauptstadt Maskat endeten zunächst ohne Durchbruch.

Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatten die USA wieder mit massiven Angriffen auf den Iran begonnen. Trump erklärte zudem die mit dem Iran vereinbarte Feuerpause für beendet. Auslöser waren Angriffe auf Schiffe, die Washington Teheran zuschreibt. Die Streitkräfte des Iran griffen daraufhin wieder US-Stützpunkte in der Region an. Am Freitag hatte Trump trotz der verschärften Spannungen mit dem Iran erklärt, dass die Verhandlungen mit Teheran fortgesetzt werden sollten.

Trump drohte dem Iran zudem für den Fall eines auf ihn verübten Mordanschlags mit der „vollständigen“ Vernichtung. US-Medien hatten am Freitag berichtet, dass der israelische Geheimdienst Washington über einen neuen „konkreten“ iranischen Plan zur Ermordung Trumps informiert habe. Modschtaba Chamenei erklärte wiederum, die Vergeltung für die Tötung seines Vaters sei „der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden“. Ali Chamenei war zu Beginn des Kriegs Ende Februar bei einem Luftangriff gestorben.

Quelle: ntv.de, mli/dpa/AFP

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