„Moment ruiniert“
Die FIFA erhört Thomas Tuchels Flehen
18.06.2026 | 22:53 Uhr
Die englische Nationalmannschaft startet spektakulär in die Fußball-WM. Für Trainer Thomas Tuchel läuft es prächtig. Doch ein besonderer Moment wird ihm ruiniert. Die FIFA reagiert schnell.
Thomas Tuchel startet mit seinen Engländern fulminant in die Fußball-Weltmeisterschaft: Das 4:2 (3:2) gegen Kroatien ist das wohl spektakulärste Spiel des bisherigen Turniers.
Hinterher ist der deutsche Nationaltrainer der Three Lions euphorisch, doch Tuchel richtet auch eine flehentliche Bitte an die FIFA. Es geht um einen ganz großen Moment, der „ein bisschen ruiniert“ wurde.
Kameras fangen besonderen Klopp-Tuchel-Moment ein
„Ich hatte auf diesen Moment lange gewartet“, sagte der 52-Jährige – und meinte den Moment, als sich sein Kader im Mittelkreis für die Nationalhymne aufgebaut hatte. „Es war ein sehr spezieller Moment. Ich stand dann aber vor einer Mauer von 50 Fotografen, die einen halben Meter entfernt waren – und ich konnte keinen einzigen meiner Spieler sehen. Das hat das Erlebnis ein bisschen ruiniert.“
„Flehe die FIFA an“
Tuchel, der als Klubtrainer unter anderem schon PSG, den FC Chelsea, den FC Bayern und Mainz 05 betreut hat, nun aber erstmal bei einer WM an der Seitenlinie stand, wandte sich dann direkt an den Weltverband: „Ich flehe die FIFA an, die Position der Fotografen während der Nationalhymnen zu ändern.“
Und Tuchel wurde tatsächlich erhört: Nur einen Tag nach dem Spiel verkündete die FIFA, dass die Fotografen nun in einer Gruppe näher an der Mittellinie aufgestellt werden – so haben die Trainer einen ungehinderten Blick auf das Spielfeld.
Tuchels ruinierter Moment kam auch durch eine bauliche Besonderheit des AT&T Stadions in Dallas zustande: Das Stadion dient normalerweise als Heimstadion der Dallas Cowboys, wobei das NFL-Spielfeld für WM-Spiele zu klein ist.
Der Spieluntergrund musste für die WM um 1,2 Meter angehoben werden, um Platz für ein Fußballfeld zu schaffen, wodurch ein Teil der Fläche hinter den Seitenauslinien wegfiel – was zu begrenztem Platz für die Trainer und die Fotografen während der Nationalhymnen führte.
Verwendete Quellen: ntv.de, ter
