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Startseite»Nachrichten»Musiker war 2024 dem Tode nah: Phil Collins Familie kam ans Krankenbett, um sich zu verabschieden
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Musiker war 2024 dem Tode nah: Phil Collins Familie kam ans Krankenbett, um sich zu verabschieden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Musiker war 2024 dem Tode nahPhil Collins Familie kam ans Krankenbett, um sich zu verabschieden

„Es standen ein paar Entscheidungen an, so nach dem Motto: Lassen wir Phil an den lebenserhaltenden Geräten?“, erinnert sich Collins. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Phil Collins lag vor zwei Jahren in einer Schweizer Klinik, seine Organe versagten nach und nach. Sein Manager rief die fünf Kinder des Musikers ans Krankenbett. Der Musiker überlebte – und zog Konsequenzen.

Phil Collins lag im April 2024 bewusstlos in einem Schweizer Krankenhaus, während Ärzte und Angehörige darüber berieten, ob die lebenserhaltenden Maßnahmen fortgesetzt werden sollten. Sein Manager, der ihn seit 50 Jahren begleitet, rief die fünf Kinder des Musikers ans Bett. In einem Interview mit dem „Sunday Times Magazine“ hat der Sänger die Episode nun erstmals ausführlich geschildert, wie unter anderem „Daily Mail“ und „People“ berichten.

„Es standen ein paar Entscheidungen an, so nach dem Motto: Lassen wir Phil an den lebenserhaltenden Geräten?“, sagte Collins. „Meine Nieren machten schlapp, meine Organe versagten nach und nach. Die Leute kamen, um sich zu verabschieden.“

Mitbekommen hat er davon nichts. „Aber ich erinnere mich nicht daran, dass sie da waren. Ich hatte keine Ahnung, was vor sich ging. Sie hatten alle Angst, mich nicht wiederzusehen. Es hätte furchtbar schiefgehen können.“ Am Krankenbett versammelten sich die Töchter Joely und Lily sowie die Söhne Simon, Nicholas und Matthew.

Ursache für den Zusammenbruch war Collins‘ Alkoholproblem, das er selbst lange nicht als solches einordnete. „Ich habe Wein getrunken, sobald ich wach war. Das war es, was ich zum Frühstück wollte, ein Glas Wein“, beschrieb er dem Magazin seinen Alltag. Und weiter: „Aber ich habe nicht bis in die Nacht hinein getrunken. Also war mir ehrlich gesagt gar nicht klar, dass ich ein Problem habe.“

Collins schrieb in Autobiografie über Alkohol

Schon in seiner Autobiografie „Not Dead Yet“ hatte der Musiker 2016 über das Trinken geschrieben und es mit seinem turbulenten Privatleben und einer Rückenverletzung in Verbindung gebracht. „Nacht für Nacht liege ich auf dem Bett, starre durch ein Dachfenster in den grauen Schweizer Himmel und hadere mit meinem Leben“, heißt es dort. „Ich bin ganz allein, bis auf meine guten Freunde Johnnie Walker und Grey Goose.“

Begonnen hatte der Klinikaufenthalt laut „Sunday Times“ bereits im November 2023. Drei Tage vor Weihnachten durfte Collins nach Hause, wenige Wochen später lag er wieder auf der Intensivstation. Insgesamt verbrachte er sieben Monate im Krankenhaus. „Ich hatte großes Glück, da wieder herausgekommen zu sein“, sagte er der Zeitung. „Es versteht sich von selbst, dass ich seitdem nichts mehr getrunken habe.“

Später kam die Familie im Londoner Hotel Mandarin Oriental in Knightsbridge zusammen und blieb dort vier Tage und Nächte. Eine Szene mit Tochter Lily, die als Hauptdarstellerin der Serie „Emily in Paris“ bekannt wurde, ist ihm besonders im Gedächtnis geblieben: „Sie saß neben mir und weinte und sagte: ‚Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Momente noch bekomme.‘ Wir hatten eine unglaubliche Zeit. Ich kann gar nicht genug betonen, wie fantastisch das war.“

Gesund ist der Sänger bis heute nicht. Er hat Typ-2-Diabetes und Nervenschäden in den Händen, nach mehreren Operationen an Wirbelsäule und Knien ist er auf Gehstützen angewiesen. „Das hört nicht auf“, sagte er Anfang des Jahres im BBC-Podcast „Eras“ von Zoe Ball. „Ich habe eine Pflegekraft, die rund um die Uhr bei mir wohnt und aufpasst, dass ich meine Medikamente richtig nehme. Ich hatte Probleme mit dem Knie. Alles, was bei mir schiefgehen konnte, ist auch schiefgegangen.“

Quelle: ntv.de, tho/spot

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