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Startseite»Politik»Nach Hackerangriff in Berlin: Problemlösung könnte noch Tage dauern
Politik

Nach Hackerangriff in Berlin: Problemlösung könnte noch Tage dauern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 19.08.2026 • 20:29 Uhr

Auch Tage nach dem Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz ist noch immer nicht absehbar, wann die betroffenen Behörden wieder voll funktionsfähig sind. Nach ersten Erkenntnissen flossen zumindest keine sensiblen Daten ab.

Die zwei vom großflächigen Hackerangriff betroffenen Senatsverwaltungen bleiben weiter vom Landesnetz getrennt. Die Bau- und die Verkehrsverwaltung sollen so schnell wie möglich wieder angeschlossen werden, es werde aber „noch einige Tage“ dauern, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner am Abend bei einer Pressekonferenz. Es handele sich um einen erheblichen und sehr ernsten Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz, so Wegner. Nach jetzigem Stand seien aber keine sensiblen Daten abgeflossen.

Noch keine Ursachenforschung, Systeme für Wahl nicht betroffen

Mit der Frage, was die Ursache des Angriffs war, befasse man sich aktuell noch nicht. Stattdessen betreibe man akutes Krisenmanagement, sagte Berlins Chief Digital Officer (CDO) Florian Hauer. Dabei unterstütze ein externer US-amerikanischer Dienstleister. Die Senatskanzlei hatte am Montag mitgeteilt, dass es bereits am Freitag zu einem Angriff auf die IT gekommen war. Neben den Senatsverwaltungen für Bauen und Wohnen sowie die für Umwelt und Verkehr waren auch einige Bürgerdienste betroffen. So hatte am Dienstag die Online-Beantragung der Briefwahl-Unterlagen nicht mehr funktioniert. Zur Begründung hieß es, die großflächigen Sicherheitsanalysen nach der Cyberattacke würden selbst viel Netzleistung in Anspruch, dadurch würde das gesamte System an einigen Stellen verlangsamt. Das Portal läuft aber seit Mittwoch wieder, wie auch Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Mittwochnachmittag bestätigte, das Problem sei seit dem Morgen behoben, so die Senatorin. IT-Systeme, die für die anstehende Berlin-Wahl relevant sind, sollen nicht von dem Angriff betroffen sein. IT-Experte Manuel Atug hatte das Land für seine nach seiner Ansicht mangelhaften Cybersicherheit kritisiert. Berlin sei „sehr schlecht aufgestellt“, sagte er im rbb. Experten wie er selbst hätten in der Vergangenheit bereits Vorschläge unterbreitet, die nicht umgesetzt worden sein.

Sendung: rbb|24, 19.08.2026, 18:45 Uhr Audio: rbb|24, 19.08.2026, Pauline Pieper

Rundfunk Berlin-Brandenburg

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