Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, unterbrochene Veranstaltungen: Gewitter und Starkregen haben vor allem in NRW und Niedersachen für viele Einsätze bei Rettungskräften gesorgt.
Nach der Hitze der letzten Tage ist eine Unwetterfront über Teile Westdeutschlands hinweggezogen. Allein in NRW haben Regen und Gewitter hunderte Feuerwehreinsätze ausgelöst.
Besonders stark betroffen ist der Kreis Steinfurt mit rund 800 Einsätzen – meist wegen überfluteter Keller und umgestürzter Bäume. In Rheine blieb unter anderem ein Auto in einer Unterführung stecken. Die Insassen wurden gerettet.
Einige Veranstaltungen wurden vorsorglich abgebrochen oder unterbrochen – etwa ein Open-Air-Konzert in Münster. Zwei Ruderer wurden aus dem Fluss Werse gerettet. Meldungen über Verletzte gibt es bisher nicht.
Verzögerungen am Flughafen
Auch in großen Teilen Niedersachsens galt bis Mitternacht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) eine Warnung vor starken Gewittern. Im Südwesten stürzten Bäume auf Straßen – etwa auf der A1 und der A30.
Hamburg, Bremen, der Süden Schleswig-Holsteins und der Westen Mecklenburg-Vorpommerns waren ebenfalls betroffen. Am Hamburg Airport kam es durch Unwetter zu Verzögerungen, wie aus dem Flugplan hervorging.
Zugverkehr teilweise eingeschränkt
Ähnlich sieht es auf der Schiene aus: Die Deutsche Bahn informierte, dass es auf mehreren ICE-Strecken bis einschließlich Samstag zu Einschränkungen kommt.
Betroffen sind unter anderem Züge zwischen Hamm und Hannover und zwischen Dortmund, Münster und Bremen. Aber auch bei regionalen Verbindungen, wie etwa bei der Nordwestbahn in Bremen, kommt es zu Verspätungen und Ausfällen.
In Hannover musste wetterbedingt das NDR 2 Plaza Festival 2026 zeitweise evakuiert werden. Für die rund 15.000 Besucher ging es bei Blitz und Donner in die angrenzende ZAG-Arena. Später konnte das Festival fortgesetzt werden.
