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Politik

Netanjahu kündigt verstärkte Angriffe auf Hisbollah im Libanon an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 26, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 26.05.2026 • 07:13 Uhr

Die pro-iranische Hisbollah hat den Norden Israels mit Drohnen angegriffen. Premier Netanjahu sagte daraufhin, Israel sei „im Krieg mit der Hisbollah“. Ziel sei es, die Miliz „zu zerschlagen“.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat eine Ausweitung der Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. „Wir befinden uns im Krieg mit der Hisbollah, und wir werden unsere Angriffe verstärken“, sagte er in einer Videobotschaft. Ziel sei es, die Hisbollah zu „zerschlagen“.

Netanjahu begründete seine Entscheidung mit anhaltenden Drohnenangriffen durch die Hisbollah. Diese griff Israel am Montag nach eigenen Angaben erneut an. Im Norden des Nachbarlandes seien drei Armee-Kasernen und ein Militärstützpunkt ins Visier genommen worden, teilte die pro-iranische Miliz mit. Auch sie begründete ihre Angriffe mit „Verstößen gegen die Waffenruhe“ durch die Gegenseite.

Die israelischen Streitkräfte erklärten daraufhin, Ziele der Miliz in der Bekaa-Ebene im Osten des Libanons anzugreifen. Auch aus dem Süden des Landes wurden Luftangriffe gemeldet. Ziele waren unter anderem die Städte Tyrus und Nabatije, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete. Mindestens drei Menschen wurden demnach getötet.

Menschen fliehen aus Vororten Beiruts

Die israelische Armee hatte die Menschen im Süden des Libanons zuvor aufgefordert, ihre Dörfer zu verlassen. Sie sollten sich „mindestens 1.000 Meter“ von ihren Häusern entfernen und „auf offene Flächen begeben“, hieß es.

Aus Sorge vor einer israelischen Offensive flohen libanesischen Sicherheitskreisen zufolge auch zahlreiche Menschen aus den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. Israel betrachtet diese Gebiete als Hochburg der Hisbollah.

Eigentlich gilt derzeit eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Die Hisbollah-Miliz hat diese jedoch nicht anerkannt. Israel hat Truppen im Südlibanon stationiert. Die Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel ab.

Teile von Netanjahus Regierung fordern Ausweitung des Krieges

Seit Beginn der Feuerpause wurden israelischen Armeeangaben zufolge mindestens elf Soldaten getötet. Im Libanon starben in diesem Zeitraum nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 608 Menschen.

Netanjahu steht innenpolitisch unter Druck. Die rechtsextremen Minister Bezalel Smotrich und Itamar Ben Gvir forderten als Reaktion auf die jüngsten Drohnenangriffe eine Wiederaufnahme der Bombardierungen Beiruts. Für jede Drohne der Hisbollah müssten zehn Gebäude in der libanesischen Hauptstadt fallen, forderte Finanzminister Smotrich.

Smotrich sagte, er habe ein Sonderbudget von rund zwei Milliarden Schekel (rund 590 Millionen Euro) bewilligt, um dem Verteidigungssektor die Entwicklung von Gegenmaßnahmen gegen die Drohnen zu ermöglichen.

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