Griechenland war in diesem Sommer lange vergleichsweise glimpflich davongekommen, doch auch dort gibt es nun mehrere große Waldbrände. Neben der Insel Kreta und der Halbinsel Peloponnes ist auch die Region westlich von Athen betroffen.
In Griechenland sind am Freitag neue Waldbrände ausgebrochen und vom Wind angefacht worden. Die Feuerwehr gab an, im Verlauf von 24 Stunden hätten sich 51 neue Feuer gebildet. Ein Sprecher sagte, starke Böen hinderten Löschflugzeuge daran, Wasser aufzunehmen.
In vielen Teilen des Landes herrschte laut Zivilschutz ein „sehr hohes“ Waldbrandrisiko. Betroffen von Bränden waren unter anderem auch die Insel Kreta, die Halbinsel Peloponnes sowie die Ägäisinseln Paros, Kalymnos und Andros. Besonders kritisch ist die Lage westlich von Athen, wo sich die Flammen auf einer kilometerlangen Front ausbreiten. Bewohner von zwei Gemeinden wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.
Bei Bordeaux „Verbesserung der Lage von Tag zu Tag“
Die meisten der großen Brände in der benachbarten Türkei sind laut Behörden hingegen inzwischen unter Kontrolle. Landwirtschafts- und Forstminister Ibrahim Yumakli erklärte in einem Beitrag auf der Plattform X, dass die Großbrände an mindestens fünf Stellen eingedämmt worden seien. In der Ägäis-Provinz Aydin und der nordwestlichen Provinz Balikesir kämpften die Einsatzkräfte dagegen den Angaben nach weiterhin gegen die Flammen.
In Europa waren in diesem Sommer bislang vor allem Frankreich und Spanien von Waldbränden betroffen. Aus der Walbrandregion von Bordeaux melden die französischen Behörden eine „Verbesserung der Lage von Tag zu Tag“. In Spanien sind die verheerenden Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo inzwischen weitgehend eingedämmt.
