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Neuer Kandidat für Wahl?: Berliner CDU berät bei Krisentreffen über Wegner

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Neuer Kandidat für Wahl?Berliner CDU berät bei Krisentreffen über Wegner

Eine weitere Amtszeit Wegners als Regierender Bürgermeister von Berlin ist angesichts der Umfragen unwahrscheinlich – nun könnten ihn die eigenen Leute angesichts zu vieler Pannen sogar ganz aus dem Rennen nehmen. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Berliner CDU fällt in Umfragen wenige Monate vor der Abgeordnetenhauswahl weiter zurück. Spitzenkandidat und Regierungschef Wegner muss immer wieder Aussagen zu seinem Agieren beim Blackout korrigieren. Nun könnte die Partei die Reißleine ziehen.

Die Berliner CDU will auf einer Sitzung am morgigen Freitag über die schlechten Umfragewerte gut zwei Monate vor der Abgeordnetenhaus-Wahl und ihren Wahlkampf beraten. An dem Treffen der CDU-Kreisvorsitzenden nimmt auch der Regierende Bürgermeister und Spitzenkandidat Kai Wegner teil, der wegen falscher Angaben zu seinem Krisenmanagement während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten im Januar stark unter Druck steht. Zuletzt war er auch vom Koalitionspartner SPD scharf angegangen worden.

Nach Angaben mehrerer Kreisvorsitzender war das Treffen vor etwa vier Wochen terminiert worden. Teils wurde eingeräumt, dass in der Partei Unruhe und Verärgerung über das Agieren Wegners herrsche. Schon seit längerem fürchten Abgeordnete angesichts schlechter Umfragewerte von zuletzt nur noch 17 Prozent (2023: 28,2 Prozent) um ihre Wiederwahl.

Wegner wurde bereits früh nach dem tagelangen Stromausfall in Berlin Anfang Januar kritisiert, unter anderem, weil er ein Tennisspiel am ersten Tag gegen Mittag zunächst verschwiegen hatte. Auch seine Angaben zu seinen Abläufen an jenem Tag warfen immer wieder neue Fragen auf. Am Dienstag berichtete der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf Angaben der Senatskanzlei, Wegner habe am 3. Januar, anders als zunächst von ihm dargestellt, vormittags nicht dienstlich zu dem Blackout telefoniert.

Die „Welt“ berichtete, angesichts der Lage wollten mehrere Kreisvorsitzende Wegner dazu bringen, nicht mehr zu kandidieren. Bis zur Wahl solle er aber im Amt bleiben. „Focus“ zitiert einen angeblich hochrangiger CDU-Funktionär, mit den Worten, „es ist nicht ausgeschlossen, dass Wegner ausgetauscht wird“. Als Nachfolger seien Finanzsenator Stephan Evers und Jugendstaatssekretär Falko Liecke im Gespräch. Unklar sei allerdings, ob sie zur Verfügung stünden.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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