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Startseite»Nachrichten»Ölpreis auf Talfahrt: Iran-Deal hält Wall Street bei Laune
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Ölpreis auf Talfahrt: Iran-Deal hält Wall Street bei Laune

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ölpreis auf TalfahrtIran-Deal hält Wall Street bei Laune

Der Iran bleibt im Fokus der Analysten. (Foto: AP Photo/Richard Drew)

Fallende Ölpreise und erfolgreiche Schiffspassagen durch die Meerenge von Hormus mildern die Zinsängste der US-Anleger. Am Vortag hatte eine Rede des neuen Fed-Chefs die Wall Street auf die Verlustschiene geschoben. SpaceX gibt den zweiten Tag in Folge nach.

Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten und Kursgewinne bei Technologieaktien haben die US-Aktienmärkte größtenteils gestützt. Der technologielastige Nasdaq rückte um 1,9 Prozent auf 26.518 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 legte 1,1 Prozent auf 7.501 Stellen zu. Der US-Standardwerteindex Dow Jones blieb dagegen fast unverändert bei 51.565 Punkten.

Zu Handelsbeginn fielen die Ölpreise auf den niedrigsten Stand seit Anfang März, nachdem die USA und der Iran ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet hatten. Dieses verlängert den im April vereinbarten Waffenstillstand um weitere 60 Tage, um den Parteien Zeit für Verhandlungen über eine endgültige Einigung zu geben. Obwohl Trump mit neuen Angriffen drohte, sollte der Iran seine Verpflichtungen nicht einhalten, passierten die ersten Schiffe wieder die Straße von Hormus. Dort war der Transport von Öl, Gas, Düngemitteln und anderen Gütern seit Kriegsbeginn gestört.

Am Vortag hatten alle drei wichtigen Indizes der Wall Street mit Verlusten geschlossen. Investoren preisten die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen ein, nachdem der neue Fed-Chef Kevin Warsh die Notwendigkeit zur Inflationsbekämpfung betont und andere Notenbanker höhere Kreditkosten in Aussicht gestellt hatten. „Die Märkte reagierten gestern verunsichert auf Warshs Ankündigung, die Inflation einzudämmen“, sagte Tony Welch, Investmentchef bei SignatureFD. Er verwies jedoch auf die sinkenden Ölpreise sowie die jüngsten positiven Unternehmensergebnisse und Konjunkturdaten.

Analysten rechnen mit Zinserhöhung

Händler setzten dem FedWatch-Tool der CME Group zufolge auf eine Wahrscheinlichkeit von rund 50 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September und auf eine Wahrscheinlichkeit von rund 20 Prozent für einen Zinsschritt um 50 Basispunkte. Auf der Datenseite zeigten Zahlen des Arbeitsministeriums, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche fiel, da die Zahl der Entlassungen niedrig blieb.

Bei den Unternehmenswerten entwickelte sich der Philadelphia-Halbleiterindex deutlich besser als der Gesamtmarkt, da die Aktien von Intel um mehr als zehn Prozent auf ein Rekordhoch stiegen. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, der iPhone-Hersteller Apple habe einer Partnerschaft mit dem Chiphersteller bei der Entwicklung und Produktion von Prozessoren in den USA zugestimmt. Dagegen brachen die Aktien von Accenture um 18 Prozent ein, nachdem das Unternehmen die Obergrenze seiner Jahresumsatzprognose gesenkt hatte. Die Papiere von Konkurrenten wie Cognizant Technology Solutions, Gartner und IBM gaben im Sog ebenfalls nach.

Die Titel der Supermarktkette Kroger verloren nach einem enttäuschenden Quartalsgewinn an Boden und gaben mehr als acht Prozent nach. Die Aktien des Raumfahrt- und KI-Konzerns SpaceX von Elon Musk verbuchten mit einem Minus von rund 3,5 Prozent den zweiten Tag in Folge Verluste, nachdem sie seit dem Börsendebüt am vergangenen Freitag stark gestiegen waren. Der Donnerstag war zudem der sogenannte Hexensabbat, der einmal im Quartal stattfindende gleichzeitige Verfallstag von Derivaten auf Aktien, Indexoptionen und Futures, was das Handelsvolumen erhöhte und die Volatilität verstärkte.

Alles Weitere zum heutigen Börsengeschehen finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/rts

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Dr. Heinrich Krämer
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