Während seiner Spanien-Reise hat sich Papst Leo XIV. mit Opfern sexualisierter Gewalt getroffen. Auch Mitglieder des katholischen Klerus hätten jene verletzt, die sie hätten schützen sollen.
Papst Leo XIV. hat den sexuellen Missbrauch durch Kirchenvertreter als eine „Plage“ bezeichnet. Im Rahmen seiner Spanien-Reise sagte er vor der katholischen Bischofskonferenz, auch Mitglieder des Klerus hätten gerade jene verletzt, die sie eigentlich schützen sollten. Die Kirche müsse Missbrauchsopfern aufrichtig zuhören und mit „Gerechtigkeit“, „Wiedergutmachung“ sowie mit „Prävention“ und „Fürsorge“ antworten.
Treffen mit Missbrauchsopfern
Am dritten Tag seines Besuchs in Spanien empfing der Papst auch einige Missbrauchsopfer im Rahmen eines privaten, von der spanischen Bischofskonferenz organisierten Treffens.
Sieben Opferverbände kritisieren, es handele sich um eine von der katholischen Kirche Spaniens ausgewählte Gruppe. Vor der Vertretung des Vatikan in Madrid erklärten sie, dass die Kirche ihnen den Kontakt zu Leo XIV. verweigert habe.
Sie hatten schon im Vorfeld der Reise um ein Gespräch mit dem Papst gebeten und wollten ihm dabei von aktuellen Missbrauchsfällen und von der Vertuschung durch Kirchenvertreter berichten. Mutmaßliche Täter würden lediglich versetzt und Fälle weiterhin nicht anerkannt, so die Opferverbände. Sie betonten, ihre Kritik richte sich weniger an Papst Leo XIV., als an die spanische katholische Bischofskonferenz, die ein solches Treffen verhindert habe.
