Kurz vor Saisonmitte ergibt sich in der NFL ein klares Bild: Es gibt noch mindestens fünf große Favoriten auf den Super Bowl. Auch das Feld dahinter ist noch hart umkämpft, während mindestens schon ein Viertel der Teams aufs nächste Jahr blicken kann.
Woche 9 steht an, damit ist im Grunde Halbzeit in dieser NFL-Saison. Die Spreu trennt sich vom Weizen und wir sehen klare Tendenzen, welche Teams auch am Ende noch oben mitspielen werden, wenn es um die Playoffs geht. Im Power Ranking zeigen wir, wie sich das Kräfteverhältnis in der Liga zur Saisonmitte darstellt.
Das schlechteste Team der NFL
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Los Angeles Chargers (0-7)
Wann sollen die Chargers eigentlich mal ein Spiel gewinnen? Sicher haben sie viele Verletzte, doch ist das keine Ausrede für die komplett inkompetente Offensive des Teams. Star-Quarterback Justin Herbert kommt offensichtlich nicht mit Offensive Coordinator Mike McDaniel klar. Das Ergebnis ist die ineffizienteste Offense der Liga – mit weitem Abstand. Auch erzielt sie die wenigsten Punkte im Schnitt (14,3). Die Defensive ist überdurchschnittlich, doch hilft das ohne eigene Punkte nur bedingt.
Weitere sehr schlechte Teams
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Miami Dolphins (1-6)
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Tennessee Titans (1-7)
Beide zeigen immerhin Ansätze. Die Titans waren zuletzt drauf und dran, einen Überraschungserfolg gegen die Bengals zu landen, verloren erst in der Overtime nach einem Shootout. Und die Dolphins hielten die Patriots für eine Halbzeit lang gut in Schach. Beide haben sie ihre Momente, doch dürfte allen klar sein, dass dies jeweils noch lange kein fertiges Produkt ist.
Was ein Absturz: Eagles brechen sich böse die Flügel
Schlechte Teams, deren Saison vorbei ist
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Indianapolis Colts (2-6)
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Philadelphia Eagles (2-6)
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New York Jets (2-6)
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Arizona Cardinals (2-6)
Die Colts haben bereits die weiße Fahne gehisst und zwei Stars in Quenton Nelson und DeForest Buckner per Trade abgegeben. Bis Dienstag zur Trade Deadline werden sicherlich ein paar weitere größere Namen folgen. Die spannende Frage in Indy ist damit nur noch, ob Shane Steichen auch über Januar hinaus Coach des Teams bleiben wird. Die Eagles wiederum haben so viele verletzte Leistungsträger, dass hier die Lage nach nun sechs Pleiten in Serie hoffnungslos ist, zumal Jalen Hurts nicht zurückkommt und es wirklich keinen brauchbaren Ersatz gibt. Auch hier sind Trades nicht ausgeschlossen.
Was die Jets angeht, durfte man von ihnen angesichts des eigentlich ganz passablen Kaders mehr erwarten. Es ging jedoch im trostlosen üblichen Trott weiter. Bitter war die Pleite zuletzt gegen die Raiders, denn dieses Spiel hätte nochmal Aufwand erzeugen können. So wird die Geschichte nun auslaufen und im Frühjahr kommt dann wohl unweigerlich der nächste neue Trainer. Bei den Cardinals wiederum haben wir den unausweichlichen Punkt erreicht, an dem Jacoby Brissett als Starting QB abgelöst – und nun zu den Ravens getradet – wird. Der ewige Gardner Minshew hat übernommen und die Cowboys geschlagen. Er darf nun erstmal ran, ehe dann irgendwann sicherlich auch Rookie Carson Beck mal starten wird.
Teams unter Durchschnitt
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New Orleans Saints (2-5)
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Atlanta Falcons (3-5)
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Carolina Panthers (3-4)
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Tampa Bay Buccaneers (3-5)
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Washington Commanders (2-4-1)
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Houston Texans (2-5)
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Cleveland Browns (5-3)
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Las Vegas Raiders (4-4)
Diese Sektion hätte auch „NFC South feat. Sonstiges“ heißen können. Die Tatsache, dass die Bucs nach ihrem 0-4-Start wieder mittendrin sind im Division-Rennen sagt eigentlich alles über diese Division aus. Dass sie dann die Falcons mit 16:0 besiegt haben, ohne einen einzigen Pass anzubringen, während gegenüber Michael Penix entweder die Präzision eines Tim Tebow – immer so im Radius von gefühlt 50 Metern vom anvisierten Receiver – an den Tag legte oder direkt zum Gegner warf (4 Mal), war das i-Tüpfelchen.
Beim Rest dieser Liste ist zu sagen: Die Commanders können meist annähernd mithalten, aber nicht wirklich konstant. Die Texans sind dank manchmal guten Offense noch im Rennen und die Browns trotz ihrer katastrophalen Offense auch. Die Raiders stehen immerhin für Spektakel.
Team am Rande des Kollapses
Was hätte sein können, wenn Lamar Jackson nicht schon wieder langfristig ausfallen würde? Ohne ihn ist die Offense eine Klasse schlechter, was angesichts der höchstens durchschnittlichen Defense ein großes Problem ist. Und da mit der zusätzlichen schweren Verletzung von Backup Snoop Huntley (Saison-Aus!) auch noch Nummer 3 Joe Fagnano ran muss, dürfte der Rest der Saison zäh werden für diesen einstigen klaren Contender. Immerhin kommt in Kürze Brissett dazu, doch sollte man sich auch von ihm nicht allzu viel erwarten.
Hoffnungsvolle Teams mit klaren Schwächen
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Minnesota Vikings (6-1)
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Pittsburgh Steelers (6-2)
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Detroit Lions (5-2)
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Green Bay Packers (5-3)
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New York Giants (4-2-1)
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Dallas Cowboys (3-5)
Die Vikings haben die mit Abstand beste Defense der NFL. Keine Frage, aber die Offense. Ist Kyler Murray wirklich die Lösung? Da man offen darüber spekuliert, ob nicht doch Carson Wentz eine bessere Lösung ist, ist die große Schwäche dieses Teams nicht schwer zu finden.
Dahinter haben aber auch die Detroit Lions und Green Bay Packers im Norden so ihre Defizite, auch wenn sie derzeit gut dastehen. Die Lions haben riesige Lücken in ihrer Secondary und müssen nun wohl lange auf Tackle-Maschine Jack Campbell verzichten. Die Packers wiederum haben eine zerschossene Offensive Line und leben gerade vor allem von der Defense, während offensiv nur mit Geniestreichen von Jordan Love viel zu holen scheint.
Die Steelers gewinnen derweil ihre Spiele, zeigen aber jedes Mal, dass man der Offense um Aaron Rodgers nicht trauen sollte. Und die zwei NFC-East-Teams sind ebenfalls keine sicheren Bänke. Die Cowboys haben weiter die schlechteste Defense der Liga und eine Offense, die nicht konstant genug ist trotz großem Potenzial. Und die Giants setzen nun auf J.J. McCarthy als QB. Das ist per se besorgniserregend.
Annähernd Contender
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Los Angeles Rams (4-4)
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Seattle Seahawks (4-4)
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Kansas City Chiefs (5-2)
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New England Patriots (5-3)
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Cincinnati Bengals (5-3)
Im Westen der NFC präsentieren sich sowohl der amtierende Champion als der auf dem Papier größte Herausforderer in wechselhafter Form. Eigentlich sollten sie beide top sein, doch war da zuletzt zu viel Fluktuation drin. Die Seahawks haben offensiv weiter Probleme, die Rams könnten defensiv mit der Rückkehr von Myles Garrett besser werden.
Die Chiefs wiederum spielen wie ein Team, dass vor allem dank des Spielplans da steht, wo es steht. Die Offense ist nicht mehr Extraklasse und scheint nur zu funktionieren, wenn das Laufspiel um Kenneth Walker explosiv ist. Die gute Nachricht ist jedoch, dass nun erstmal wieder drei machbare Gegner kommen, ehe es dann ab Thanksgiving (gegen die Bills) härter wird. Die Playoffs sind allemal drin, mehr aber sicherlich nicht.
In New England hat Drake Maye nach schwachem Start seinen Groove gefunden, doch Verletzungen sind die Achillesferse des Teams. Bislang brachten sie dieses nur ins Wanken, doch vielmehr darf nicht passieren. Was die Bengals betrifft, haben sie eigentlich alles, was es braucht – besten QB der Division, die besten Receiver, eine gute O-Line und eine durchaus passable Defense. Sie müssen es nur konstant zusammenbringen, was ein Problem war bislang.

Die Favoriten
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San Francisco 49ers (6-1)
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Buffalo Bills (6-1)
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Jacksonville Jaguars (5-2)
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Denver Broncos (6-2)
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Chicago Bears (6-2)
Trotz vieler Verletzter stellen die 49ers eine beeindruckende Kombination aus äußerst effizienter Offense und erdrückender Defense, mit der man in der NFL weit kommen kann. Das gepaart mit den Problemen der zwei Verfolger sind sie der Favorit im Westen der NFC.
Die Bills stellen derzeit die gefährlichste Offense, könnten höchstens über eine löchrige Defense stolpern. Die Jaguars wiederum sind defensiv noch besser als die Niners, wenn auch offensiv nicht ganz so effizient – aber nah dran. Sie muss man auf dem Zettel haben. Die Broncos wiederum sind defensiv eine Macht, werden aber zuweilen von Bo Nix und der konservativen Spielweise von Head Coach Sean Payton zurückgehalten. Dennoch sind sie der Favorit im Westen der AFC.
Und dann wären da noch die Chicago Bears. Defensiv sind sie dank der Rückkehr von Blitz-Maschine Kyler Gordon und der Ankunft von Jeffery Simmons nun durchaus ernstzunehmen und offensiv ist die Kombo aus Star-Quarterback Caleb Williams und Offensiv-Genie Ben Johnson furchteinflößend. Diese Bears könnten sehr weit kommen.
Verwendete Quelle: ntv.de
