Siegesgewiss – so präsentierte sich der russische Präsident bei einer Pressekonferenz. In der Ukraine rückten russische Soldaten vielerorts vor, so Putin. Und die deutschen Strafmaßnahmen seien ein „schweren Fehler“.
Die Bundesregierung macht Russland für den Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich und hat Strafmaßnahmen angekündigt. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet dies als „schweren Fehler“. „Meiner Meinung läuft dies eindeutig den Interessen des deutschen Volkes zuwider“ sagte der Kreml-Chef in einer von der russischen Nachrichtenagentur Tass übertragenen Pressekonferenz. Die Reaktion der Bundesregierung hänge mit den „bevorstehenden Wahlkämpfen“ zusammen
Nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt belegen polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung.
Putin spricht von vielen Erfolge in der Ukraine
Putin äußerte sich in Bischkek auch zum Krieg gegen die Ukraine. Dort rückten die russischen Truppen immer schneller vor. Im Donezker Gebiet seien Soldaten bis auf wenige Kilometer an die Städte Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka herangerückt, behauptete er in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Vertretern staatlicher Medien. Auch im Gebiet Saporischschja in der Nordostukraine nahe Sumy sei man erfolgreich.
Sein Land gewinne den Krieg und werde deshalb mit der jetzigen Führung der Ukraine nicht verhandeln. Putin sprach in diesem Zusammenhang von „Terroristen“.
Gleichzeitig räumte er ein, dass ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland teils erfolgreich seien. Auch die Attacken auf russische Schiffe seien effektiv, aber würden keine kritischen Schäden nach sich ziehen.
Putins Darstellung militärischer Erfolge widerspricht der Analyse ukrainischer und westlicher Beobachter, die zuletzt übereinstimmend eine Verlangsamung des russischen Vormarsches feststellten. An vielen Frontabschnitten gab es zuletzt kaum noch Veränderungen, teils hätten sogar ukrainische Truppen kleinere Gebiete im östlichen Donezker Gebiet bei Lyman und in der Südukraine befreit.
