„Ralf & Étienne: Wir sagen Ja!“Was sich liebt, das neckt sich

Zwischen Saint Tropez, Salzburg und Nizza herrscht große Aufregung: Welche Ringe? Welcher Anzug? Wie viele Kühlpads? In vier aufwühlenden Folgen begleitet ein „Sky“-Doku-Team Ralf Schumacher und seinen Verlobten Étienne Bousquet-Cassagne auf dem Weg zum Traualtar.
Im Juli 2024 sorgten Ralf Schumacher und Étienne Bousquet-Cassagne mit ihrem Liebes-Outing für ein mittelschweres Boulevard-Beben. Zwei Jahre später sind der ehemalige Rennfahrer und das französische Model immer noch glücklich liiert – und nicht nur das. In einer vierteiligen „Sky“-Doku dürfen die Zuschauer nun hautnah mit dabei sein, wenn sich die beiden Turteltauben auf ihre bevorstehende Hochzeit vorbereiten.
„Eine ausgeglichene Beziehung hat aus mir einen ganz anderen Menschen gemacht – das kannte ich so vorher nicht“, erklärt der sichtlich aufgeregte Ex-Formel-1-Pilot mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht. Ralfs Verlobter ist augenscheinlich für die Balance in der Beziehung verantwortlich. „Ich bin eher der Typ fürs Grobe“, gesteht Ralf. Étienne hingegen hat ein Gespür für die Feinheiten des Lebens. Wenn es um die filigranen Dinge des Alltags geht, dann übernehme der 36-jährige Franzose das Kommando. „Ralf ist fast perfekt!“, schwärmt Étienne. Was vielleicht noch fehlt: etwas mehr innere Ruhe. „Er ist ungeduldig und immer unter Strom“, verrät Ralfs Traumprinz.
Ralf musste schon zweimal seinen Führerschein abgeben
Auf der Autofahrt nach Salzburg, dort wo Ralfs Sohn David und seine Ehefrau Vivi leben, pocht das alte Rennfahrerherz wieder auf der Überholspur – kurze Verkehrsbelehrung inklusive. Étienne nimmt’s locker. Man mag’s kaum glauben. Aber Ralf Schumacher musste selbst schon zweimal den Führerschein abgeben: „Gleich mit 18 zum ersten Mal wegen zu dichtem Auffahren. Dann nochmal später wegen zu hoher Geschwindigkeit“, erinnert sich der 50-Jährige. Was sich liebt, das neckt sich: Mit viel Humor und immer wieder eingestreutem Augenzwinkern tragen Ralf und Étienne ihre Zuneigung füreinander nach außen.
Beim mittlerweile 24-jährigen Sohnemann angekommen, geht es um die Frage: Kann David während der Trauung in Saint Tropez als Trauzeuge fungieren? Noch steht die Antwort in den Sternen, denn der GT-Rennfahrer hat ausgerechnet für das Hochzeitswochenende ein Pre-Qualifying im Kalender zu stehen. „Wenn ich nicht kommen kann, wäre das schmerzhaft“, flüstert David mit trauriger Miene. Nach einer kurzen Golfrunde mit seinem Sohn („Bei uns spielen Not gegen Elend!“), sieht sich Ralf mit den Themen Ring-Design und Hochzeitsanzüge konfrontiert. Bevor es mit seinem Verlobten in die Salzburger Innenstadt zum Schneider geht, richtet Ralf noch ein paar Worte an all die Zweifler da draußen, die denken, dass sich Étienne „nur in die Familie Schumacher reinheiraten möchte“. Das sei großer Quatsch, denn: „Erstens ist Étienne finanziell völlig unabhängig, und zweitens haben wir ein Ehevertrag“, stellt Ralf klar. Und weiter: „Die Leute sollten vorsichtig sein, wie sie urteilen.“
„Ich bin niemals zufrieden mit meinem Gesicht“
Beim erfahrenen Schneider wird dann Maß genommen und beim Juwelier schließlich Nägel mit Köpfen gemacht. Drei funkelnde Steine sollen integriert sein. Und innen stehen die Initialen. That’s it. Alles könnte so einfach sein, wäre da nicht Étiennes Spiegelbild. Das gefällt dem eitlen Franzosen nämlich nicht so ganz. Ein Facelifting soll der eigenen Unzufriedenheit den Garaus machen. Ralf ist nicht wirklich begeistert. „Ich bin niemals zufrieden mit meinem Gesicht“, sagt Étienne. Sein Verlobter hält dagegen: „Es ist nicht nötig. Es ist doch schön, gemeinsam alt zu werden“, kontert Ralf. Aber die Contra-Argumente ziehen nicht. In einem Krankenhaus in Nizza geht es schließlich ans Eingemachte.
Bei Ralf kommen Erinnerungen hoch: „Ich mag keine Krankenhäuser. Da war ich immer nur, wenn ich mich verletzte. Oder als in unserer Familie Schlimmes passierte …“, erklärt er mit besorgtem Blick. Nach der dreistündigen OP bleibt das Gesicht von Étienne verdeckt. Der Zuschauer sieht nur dicke Bandagen und einen wackeligen Patienten, der gemeinsam mit seinem Verlobten hofft, dass die Gesichtsschwellungen bis zur Trauuung noch komplett abklingen. „Ich sehe aus wie Frankenstein!“, grummelt Étienne mit nasaler Stimme. Ralf ist besorgt: „Ich habe die Befürchtung, dass man es bei der Hochzeit noch sehen wird.“
Ein kurzer Teaser fungiert als Appetizer für die zweite Folge. Man sieht Ralf und Étienne fröhlich scherzend bei der Weinprobe. Dann aber versteinert sich die Miene von Ralf. Der Grund: Sohn David hat einen Anruf von seinem Rennstall erhalten …