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Recht bekommen kostet viel Geld: Das sind die besten Rechtsschutzversicherungen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 22, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Recht bekommen kostet viel GeldDas sind die besten Rechtsschutzversicherungen

Seit dem 1. Juni 2025 sind die gesetzlichen Anwalts- und Gerichtskosten erneut gestiegen. (Foto: IMAGO/IlluPics)

Ob Streit mit dem Vermieter, Ärger nach einem Unfall oder Konflikte am Arbeitsplatz – rechtliche Auseinandersetzungen können teuer werden. Vor allem ohne eine entsprechende Police. Franke und Bornberg hat für ntv aktuelle Rechtsschutz-Tarife geprüft und die besten Angebote für Familien und Singles ermittelt.

Mehr als 27,3 Millionen Rechtsschutzversicherungsverträge bestehen derzeit in Deutschland – und die Nachfrage wächst. Der Grund ist nachvollziehbar: Wer rechtliche Interessen ohne Versicherung durchsetzen will, stößt schnell an finanzielle Grenzen. Allein im Jahr 2024 regulierten die deutschen Rechtsschutzversicherer rund 4,8 Millionen Schadensfälle und wandten dafür über 3,8 Milliarden Euro auf. Rund vier Fünftel davon entfielen auf Anwaltshonorare – Tendenz steigend.

Ohne Versicherung scheitert das Recht oft am Geld

Hinzu kommt: Seit dem 1. Juni 2025 sind die gesetzlichen Anwalts- und Gerichtskosten erneut gestiegen. Mit dem Kosten- und Betreuervergütungsänderungsgesetz 2025 wurden die Wertgebühren – also die Gebühren, die sich am Streitwert orientieren – um sechs Prozent erhöht, Festgebühren sogar um neun Prozent.

Was ein Rechtsstreit wirklich kostet: ein Beispiel

Bei einem Bruttomonatsgehalt von 3000 Euro wird der Streitwert einer Kündigungsschutzklage häufig mit 9000 Euro angesetzt. Verliert der Arbeitnehmer in erster Instanz nach streitigem Urteil, können eigene Anwaltskosten und Gerichtskosten nach gesetzlichen Gebühren grob bei rund 2300 bis 2800 Euro liegen. In der ersten Instanz trägt jede Seite ihre Anwaltskosten grundsätzlich selbst. Wird Berufung eingelegt und auch diese verloren, kann das Kostenrisiko auf über 5000 Euro steigen; unter Einbeziehung erstattungsfähiger gegnerischer Anwaltskosten in der Berufung auch deutlich darüber.

2026-05-FuB-ntv-Mustersiegel-Rechtsschutz-Familie_16zu9

Ein Rechtsstreit ist damit noch teurer geworden, als er es ohnehin schon war. Die Frage ist also nicht, ob man eine Rechtsschutzversicherung braucht – sondern welche. Denn die Qualitätsunterschiede zwischen den Tarifen sind erheblich.

Was ein guter Tarif leisten muss

Eine Rechtsschutzversicherung kann vier Lebensbereiche abdecken: Privat, Beruf, Verkehr und Wohnen. Wer alle vier Bereiche versichert, ist rundum geschützt – von der Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber bis zum Streit mit der Hausverwaltung. Doch es lohnt sich, genau hinzusehen, was ein Tarif im Detail leistet – denn Deckungslücken zeigen sich erst im Schadensfall. Besondere Beachtung verdienen drei Punkte:

Vorsorgliche Rechtsberatung: Gute Tarife unterstützen Sie auch dann, wenn noch kein akuter Streitfall vorliegt – etwa bei der Prüfung eines Arbeitsvertrags oder einer Kündigung, bevor Sie unterschreiben oder widersprechen.

Außergerichtlicher Schutz: Hochwertige Tarife übernehmen die Kosten bereits, wenn Sie gegen einen Bescheid vom Finanzamt, der Krankenkasse oder einer anderen Behörde vorgehen wollen – noch bevor ein Gericht eingeschaltet wird. Das erspart teure Gerichtsverfahren, die oft vermeidbar wären.

Schutz auch im Ausland: Reisen, Auslandsaufenthalte oder internationale Arbeitsverhältnisse machen weltweiten Versicherungsschutz zunehmend relevant.

2026-05-FuB-ntv-Mustersiegel-Rechtsschutz-Single_16zu9

Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH, erklärt dazu: „Rechtsschutz bedeutet heute mehr als die Übernahme von Anwaltskosten. Verbraucher sollten Tarife wählen, die ihnen auch bei der Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten helfen – durch Beratung, Mediation und außergerichtliche Lösungen. Wer klagen muss, weil der Konflikt eskaliert ist, hat oft schon verloren.“

So hat Franke und Bornberg getestet

Für das Produktrating Rechtsschutz prüft Franke und Bornberg das Leistungsversprechen der Tarife anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs. Bewertet wird nicht nur, ob eine Leistung enthalten ist, sondern auch in welcher Qualität. Die höchste Auszeichnung – FFF+ („hervorragend“) – erhalten nur Tarife, die in allen relevanten Bereichen überzeugen und Mindeststandards wie die vorsorgliche Rechtsberatung sowie den außergerichtlichen Schutz im Steuer-, Sozial- und Verwaltungsrecht erfüllen. Im aktuellen Rating 2026 erreicht knapp jeder achte Tarif diese Höchstnote.

Für den ntv-Test wurden auf Basis des Ratings die Tarife mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in zwei Kategorien ermittelt: für Familien und für Singles. Die Berechnungen basieren auf Musterprofilen, die realistische Versicherungssituationen abbilden.

Diese Tarife sind empfehlenswert

Die folgenden Tabellen zeigen, welche Tarife in unserem Test für Familien und Singles das beste Verhältnis aus Leistung und Preis bieten – jeweils bewertet auf Basis der Musterprofile.

Die ermittelten Preise für einen hochwertigen Familienschutz liegen im aktuellen Test zwischen rund 350 und 750 Euro jährlich – das sind weniger als zwei Euro täglich. Für Singles reicht die Spanne von rund 320 bis 600 Euro. Wichtig: Ein günstiger Beitrag allein sagt wenig über die Qualität eines Tarifs aus. Ein Tarif, der im Schadensfall entscheidende Klauseln ausschließt oder nur eingeschränkten Schutz bietet, ist kein Schnäppchen – er ist eine Enttäuschung zum falschen Zeitpunkt.

Quelle: ntv.de, awi

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