Andy Burnham übernimmt die Führung der britischen Labour-Partei und soll am Montag Premierminister werden. Er kündigt einen politischen Neuanfang an.
Der frühere Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, ist zum neuen Vorsitzenden der britischen Regierungspartei Labour bestimmt worden. Der 56-Jährige war der einzige Bewerber für die Nachfolge von Premierminister Keir Starmer. Zuvor hatte er sich die Unterstützung von 379 der 403 Labour-Abgeordneten im Unterhaus gesichert.
Am Montag soll Burnham von König Charles III. offiziell mit der Regierungsbildung beauftragt und zum neuen Premierminister ernannt werden. Anschließend will er sein Kabinett vorstellen. Burnham wird der siebte britische Regierungschef seit 2016.
Burnham will wirtschaftliche Erneuerung
In seiner ersten Rede als Parteichef kündigte Burnham einen politischen Neuanfang an. Er wolle eine Regierung führen, die den Mut habe, „die großen Dinge in Ordnung zu bringen, die die Politik vernachlässigt hat“. Sein Kabinett solle alle Strömungen der Labour-Partei widerspiegeln. Zugleich rief er zu Geschlossenheit auf. Man werde die politische Rechte nicht besiegen, wenn sich Labour in internen Konflikten verliere.
Zu Burnhams angekündigten Schwerpunkten zählen die wirtschaftliche Erneuerung des Landes, eine stärkere öffentliche Kontrolle wichtiger Bereiche sowie Reformen in der Sozialpflege. Konkrete Details zu seinem Regierungsprogramm legte er nicht vor.
Großbritannien kämpft immer noch mit den Brexit-Folgen
Burnham übernimmt das Amt in einer schwierigen Lage: Großbritannien kämpft mit schwachem Wirtschaftswachstum, hohen Lebenshaltungskosten und einer angespannten Lage im öffentlichen Dienst.
